Glasfaserkabel für neun Orte

Die Vorzüge des Glasfaserkabels will die Gemeinde Etzelwang ihren Außenorten nicht vorenthalten. Jetzt liegen Zahlen auf den Tisch, was das kosten wird.

Bürgermeister Roman Berr stellte dem Gemeinderat eine Grobkostenschätzung vor. Sie geht von Anschlüssen für jedes Anwesen in Schmidtstadt, Gerhardsberg, Hauseck, Neutras, Ziegelhütten, Albersdorf, Tabernackel, Rupprechtstein und Neidstein aus. Unter dem Strich stehen 850 228 Euro.

Auf die Gemeinde Etzelwang käme bei diesem Vorschlag eine Eigenleistung von 260 183 Euro zu. Gemeinderat Gerhard Pirner erkannte aber noch ein beträchtliches Einsparpotential. Für Ortsteile an der Grenze zu Neukirchen oder auch zu Pommelsbrunn gäbe es kostengünstigere Anschlussmöglichkeiten.

Mehr Fahrlärm

Die Jagdgenossenschaft Neidstein hat sich entschlossen, ein etwa 80 Meter langes Wegstück von Albersdorf in Richtung Pointenleite mit Pflastersteinen zu befestigen. Die Gemeinde Etzelwang begrüßt diese Initiative und sagte zu, sich mit der Hälfte der Materialkosten zu beteiligen. Gemeinderätin Regina Kliem störte es zunächst, dass ein Weg, der auch von Wanderern genutzt wird, gepflastert werden soll. Sie empfahl, Rasengittersteine zu verlegen. Dem hielt Robert Seibold als Sprecher der Jagdgenossenschaft entgegen, dass Rasengitter mehr Fahrlärm für die Anwesen an diesem Weg verursache. Der Gemeinderat beschloss daraufhin einstimmig, 2700 Euro zur Pflasterung beizusteuern.

Weil beim Abbiegen von der Gemeindeverbindungsstraße nach Tabernackel in den Radweg in Richtung Anwesen Exner eine unübersichtliche Kurve mit Gefahr für Linksabbieger besteht, empfahl Gemeinderat Philipp Wagner, an der Abzweigung einen Verkehrsspiegel anzubringen. Gemeinderat Klaus-Dieter Schurath erkundigte sich nach dem Sinn der Tonnagebegrenzung an der Brücke bei Kirchenreinbach. Bürgermeister Roman Berr stellte ihre Erneuerung durch den Landkreis in Aussicht.

Zum geplanten Neubau der Kreisstraße durch das Lehental nach Etzelwang berichtete der Bürgermeister, dass eine Verbreiterung wegen des Pflanzenschutzes für die angrenzende Wiese nicht möglich sei. Der Landkreis plane den Ausbau mit einem Seitenstreifen für Radfahrer und Ausweichmöglichkeiten für Fahrzeuge. Einen zusätzlichen Gehweg müsste die Gemeinde finanzieren. Berr plädierte deshalb für den vom Kreis favorisierten Kombi-Streifen.

Mit erhöhter Vorsicht

Der Landkreis hält zudem den Radweg auf der Seite der Wohnbebauung für weniger gefährlich, weil so mit erhöhter Vorsicht in die Kreisstraße eingefahren werde. Gemeinderat Markus Wagner sprach sich dafür aus, entgegen eines Planentwurfs, den Radweg durchgehend auf einer Seite anzulegen. Bei der Bürgerfragemöglichkeit bat Peter Jäger (Tabernackel), eine Straßenlampe auf seinem Grundstück zu versetzen. Dem Antrag von Peter Winkler (ebenfalls Tabernackel), der in seinem Wohnhaus das Dachgeschoss umbauen und eine Schleppgaube aufsetzen möchte, stimmte der Gemeinderat zu.
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