Glatte 0:4-Heimniederlage gegen SSV Kasendorf - Abwehr überfordert, vorne fehlt die Robustheit
Kirchenlaibacher Negativserie hält an

Kirchenlaibach. (lai) Auch im letzten Heimspiel der Saison setzte es für den TSV Kirchenlaibach mit 0:4 gegen den SSV Kasendorf eine Niederlage. Wieder konnte aufgrund der vielen Ausfälle keine eingespielte Elf auflaufen.

Trotzdem hielt man eine Halbzeit lang wacker mit, ehe ein Doppelschlag des zur zweiten Hälfte eingewechselten Andreas Pistor die Hausherren auf die Verliererstraße brachte. Es kam sogar noch ärger: Wie schon beim 0:2 neun Minuten zuvor ermöglichte ein grober Abwehrschnitzer dem gleichen Spieler den Hattrick. Damit war die Luft natürlich raus. Nach vorne ging fast gar nichts mehr. Allerdings hatten Spielertrainer T. Kaufmann in der 74. Minute - Torwart Eck konnte parieren - und zwei Minuten später Olpen mit einem Freistoß Gelegenheiten, den Ehrentreffer zu erzielen.

Wie schon in den Spielen zuvor zeigte die Abwehr große Schwächen. Viel zu oft wurde in der Vorwärtsbewegung hinten aufgemacht. Die entstehenden Löcher nutzten die cleveren Gäste dankbar aus. Hätte nicht der kurzfristig verpflichtete Torwart Werner-Hentrich einige Male sensationell reagiert, das TSV-Schiff wäre viel früher leckgeschlagen. Trotz seiner langen Spielpause wirkte der neue Keeper sicher und strahlte Ruhe aus. An den Gegentreffern hatte er gewiss keine Schuld. Auch der andere Neue, Mittelfeldmann Kehrl, zeigte eine recht ansprechende Leistung.

Kasendorf überzeugte mit schnellem Umschaltspiel, dem die häufig planlos agierende TSV-Hintermannschaft nicht gewachsen war. Fuchs, Matthias Pistor, Hösch und in der zweiten Halbzeit Andreas Pistor stellten die heimische Defensive immer wieder vor enorme Probleme. Abseitsstellungen und der Pfosten verhinderten weitere Einschläge im Kirchenlaibacher Gehäuse. Kurz vor Schluss krönte Andreas Pistor seine Leistung mit Treffer Nummer vier.

Der TSV Kirchenlaibach spielte, was zurzeit möglich ist. Unerschrockenes Zweikampfverhalten und die Bereitschaft, weite Wege zu gehen, sind da. Es fehlen die Durchsetzungsfähigkeit im Sturm und die Harmonie zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen. Ohne echten Organisator ist die Hintermannschaft schnell überfordert. In der Offensivabteilung mangelt es an körperlich robusten Spielern, die bei Standards auch mal vor den Verteidigern an den Ball kommen. Bis zu den Relegationsspielen - so man sich überhaupt dafür qualifizieren kann - bleibt nicht viel Zeit, um die Baustelle TSV Kirchenlaibach einigermaßen wetterfest herzurichten.
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