Glauben mit Begeisterung

"Am wichtigsten sind Begegnungen von Mensch zu Mensch", sagte Missionsbeauftragte Renate Bärnklau.

Von der Partnerbibelschule des Weidener Dekanats am Fuße Kilimandscharo berichtete Renate Bärnklau dem Eschenbacher Seniorenkreis. Die Menschen in Tansania beschrieb sie als wahre Musterchristen.

Karibuni sana - herzlich willkommen hieß es für Renate Bärnklau und weitere Vertreter des Evangelischen Dekanats Weiden schon vor Jahren bei einem Besuch in Tansania. Die Missionsbeauftragte des Dekanats begeisterte beim Evangelischen Seniorenkreis Eschenbach mit einem fesselnden Reisebericht über Land und Leute in Ostafrika und informierte über die Partnerschaft mit der Bibelschule Mwika am Fuß des Kilimandscharo.

Davon träumen die Pfarrgemeinden in Deutschland: Die Menschen strömen in die Kirchen, festlich herausgeputzt, mit Bibel und Gesangbuch unter dem Arm feiern sie voller Freude den Gottesdienst, obwohl sich der meist über mehrere Stunden hinzieht. Mitreißend feiern die tansanischen Christen die Messe und stimmgewaltig schmettert der Chor seine Freude über den Herrn in die versammelte Gemeinde. Renate Bärnklau war fasziniert von so viel Enthusiasmus.

Tief gläubiges Land

Tansania ist wie viele afrikanische Länder ein tief gläubiges Land, wusste die Referentin. Ob bei Christen oder Moslems, die jeweils zirka 40 Prozent Bevölkerungsanteil stellen, ist der Glaube fest verankert. Wie fromm die Menschen sind, sieht man auch an den Daladalas, den kleinen Minibussen. Bibelverse an den Bussen bringen das Gottvertrauen der Tansanier zum Ausdruck. Zum Fahrstil passend verkünden Ausrufe wie "Der Herr ist mein Hirte", "Jesus liebt dich" oder "Gnade sei mit dir" die Hoffnung auf Gott, bemerkte die Referentin.

In diesem Umfeld bildet im nordtansanischen Mwika die Lutheran Bible School junge Afrikanerinnen und Afrikaner zu Evangelisten, Lehrern, Pfarrern und Chorleitern aus. Renate Bärnklau berichtete von ihren Eindrücken im Schulalltag und die praktische Mitarbeit der Studenten im land- und hauswirtschaftlichen Bereich. Eine staatliche Förderung gebe es nicht. Trotz vieler widriger Lebensumstände beeindrucken der tiefe Glaube und die Überlebensfähigkeit der Menschen. Die Missionsbeauftragte informierte deshalb über die Hilfe zur Selbsthilfe der Dekanate Weiden und Wunsiedel, die mit einem Stipendienprogramm die Bildungseinrichtung, die seit 2009 Teil einer kirchlichen Universität ist, unterstützen.

Weitere Ausführungen galten der lebendigen Partnerschaft mit der Bibelschule und den bewegenden Begegnungen bei den Reisen nach Tansania und den Gegenbesuchen der afrikanischen Christen im Dekanat. Die große Dankbarkeit der Afrikaner drücke sich immer wieder in den Kisuaheli-Worten "Asante sana" - "vielen Dank" aus.

Hilfreiches Wirken

Die Missionsbeauftragte verwies auch auf die hilfreiche Tätigkeit des Collegs bei der Betreuung aidskranker Waisen und Witwen und auf die finanzielle Unterstützung der Kirchengemeinden in den Dekanaten Weiden und Wunsiedel für die Schule und zur praktischen Verbesserung der Lebensverhältnisse. Verbunden mit dem Dank von Seniorenkreis-Leiterin Maria Cronenberg war die Bitte um eine Spende zur Förderung der Partnerschaft.
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