Gleich doppelt geheim

Die Tagesordnung des Hauptausschusses hatte es in sich: Bevor der Runde Tisch "Wirtschaft" und die testweise Öffnung des Schlackenberg-Zugangs im Mai zu behandeln waren, ging es ins Stadtmuseum, um dort über die weitere Nutzung und räumliche Zukunft zu sprechen.

Ein Hinweis darauf, dass die Öffentlichkeit nicht erwünscht ist, ließ sich der Einladung jedoch nicht entnehmen. Sie endete lediglich mit dem Satz: "Ein nichtöffentlicher Teil schließt sich an." Kein Wort davon, dass das Treffen in der Neustadt höchster Geheimhaltung unterliegt. Warum eigentlich?

Hinter verschlossenen Türen getagt wird normalerweise dann, wenn es um Personalien oder die Vergabe von Aufträgen geht. Beides ist beim Museum nicht der Fall. Das wurde im Rathaus sogar bestätigt. Über die Inhalte der Gespräche war dennoch nichts zu erfahren. Das allein wäre noch kein großes Problem. Nichtöffentlich ist halt nun mal nichtöffentlich.

Nur: Der Grund, warum nichts nach Außen dringen soll, ist ebenfalls mit der höchsten Geheimhaltungsstufe versehen worden. Auch der Bürgermeister wollte das Warum nicht erklären. Beizeiten werde über Ergebnisse informiert.

Dies wohlgemerkt bei einer Einrichtung, die von der Öffentlichkeit nach Möglichkeit sehr oft genutzt werden soll und - das ist kein Geheimnis - von ihr in Form von Steuergeldern auch finanziert wird.
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