Glück im Pech

Die SpVgg SV Weiden muss bis zur Winterpause auf Stammspieler Andreas Wendl verzichten. Bis zum Restrundenstart im März 2014 will der Verteidiger seinen zweifachen Bänderriss auskuriert haben. Bild: A. Schwarzmeier

Zunächst das Aufatmen: Kein Knöchelbruch. Dann die schlechte Nachricht hinterher: Zweifacher Bänderriss. Damit fällt Verteidiger Andreas Wendl (27) bis zur Winterpause aus. Ein herber Verlust für den Fußball-Bayernligisten SpVgg SV Weiden. Aber der Stammspieler will seinen Ausfall nicht überbewerten.

Herr Wendl, es ist fünf Tage her, dass Sie sich im Spiel gegen den SSV Jahn Regensburg II schwerverletzt haben. Wie geht es Ihnen?

Wendl: Es wird von Tag zu Tag besser. Die Schwellung hat schon etwas abgenommen, auch wenn der Knöchel noch ganz blau ist. Ich kann bereits leicht auftreten und benötige auch keine Krücken. Die kann ich nämlich überhaupt nicht leiden.

Was ist denn genau kaputt?

Wendl: Ich habe nochmal Glück gehabt, denn es sind nur zwei Außenbänder am linken Sprunggelenk gerissen. Im Krankenhaus hatten die Ärzte erst einen Knöchelbruch vermutet. Mit dem Bänderriss kann ich deshalb leben.

Erzählen Sie doch mal, wie das Malheur passiert ist...

Wendl: Es war ein Zweikampf. Mein Gegenspieler und ich sind zum Ball gegangen. Er hat mich am Bein getroffen und mein Fuß ist umgeknickt. So etwas passiert halt im Fußball. Die gleiche Verletzung hatte ich schon mal als 18-Jähriger. Bis ich wieder Fußball spielen konnte, hat es damals sechs Wochen gedauert.

Und diesmal?

Wendl: Die drei restlichen Spiele vor der Winterpause gegen Memmelsdorf, Eltersdorf und Neudrossenfeld falle ich natürlich aus. Ich muss jetzt den Fuß ruhigstellen. In zwei Wochen will der Arzt entscheiden, wie es weitergeht. Aber es eilt ja nicht. Ich habe in der Winterpause Zeit, um die Sache auszukurieren.

Wie ist denn ihre Stimmung? Eher niedergeschlagen, weil Sie der Mannschaft nicht zur Verfügung stehen? Oder erleichtert, weil ihr Comeback ja nicht so weit weg ist?

Wendl: Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich aussetzen muss. Das tut mir sogar richtig weh, weil ich hätte gerne mitgeholfen, die Tabellenführung zu verteidigen. Es nervt mich, aber ich bin auch froh, dass nicht mehr passiert ist.

Mit Johannes Scherm fällt ein weiterer Defensivspieler mit einer Oberschenkelzerrung aus. Befürchten Sie, dass die Mannschaft im Endspurt 2014 einbrechen könnte?

Wendl: Ich glaube, dass sie das wegstecken kann. Die 1:4-Niederlage gegen Regensburg sollte man nicht überbewerten. Es war klar, dass wir mal wieder verlieren würden.

Wird die SpVgg SV bis Saisonende ganz vorne mitmischen können?

Wendl: Das werden wir auf jeden Fall versuchen. Aber die Konkurrenz ist schon groß. Es sind fünf bis sechs Teams, die sich Hoffnungen auf die Meisterschaft machen können
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