Glücklose Weidener Wasserballer unterliegen Krefeld mit 7:10 - Bis vier Minuten vor Schluss 7:7
Schwache Chancenverwertung

Die Bundesliga-Wasserballer des SV Weiden unterlagen am Samstag in der Thermenwelt dem SV Krefeld mit 7:10. In dieser Szene ist Thomas Aigner (weiße Badekappe) in der Defensive. Bild: A. Schwarzmeier
Weiden. (prg) Bemüht und engagiert, aber am Ende wieder glücklos waren die Weidener Bundesliga Wasserballer am Samstag im Heimspiel gegen den SV Krefeld 72. Phasenweise waren die Oberpfälzer ganz nah dran, dem Spiel eine Wende zu geben. Sie nutzten aber die Chancen nicht und verloren am Ende mit 7:10 (0:2, 3:2, 2:3, 2:3). Damit bleibt der SV Weiden auf dem sechsten Platz der DWL-Gruppe B. Am Samstag, 7. Februar, empfangen die Weidener zum Nachholspiel den Tabellenführer SC Neustadt/Weinstraße.

Schon zu Beginn ließ die Chancenverwertung zu wünschen übrig. Zwei Überzahlspiele ließen die Hausherren liegen und kassierten dafür nach einem Abstimmungsfehler in der Abwehr den ersten Gegentreffer. Dann überstanden die Weidener eine Unterzahl, doch kurze Zeit später fiel nach einem schnellen Gegenstoß das zweite Gegentor. Somit stand es zur ersten Pause 0:2 aus Weidener Sicht. Im zweiten Abschnitt schienen die Wodarz-Schützlinge die Verteidigung in ordentliche Bahnen bekommen zu haben, sie machten jedoch immer noch zu wenig aus ihren Chancen. Das Viertel ging mit 3:2 dennoch auf das Konto der Weidener und der 3:4- Halbzeitstand machte Mut.

Es gelang nicht, direkt nach der Pause auszugleichen, vielmehr erhöhte Krefeld auf 6:3. Die Hausherren gaben aber nicht auf. Sie bewiesen Moral und erkämpften sich mit einem Doppelpack erneut den Anschluss zum 5:6. Allerdings konnten die Max-Reger-Städter nicht ausgleichen und kassierten noch ein unglückliches Tor zum 5:7-Zwischenstand vor der letzten Viertelpause.

Das Schlussviertel begann sehr vielversprechend, Weiden verteidigte die erste Unterzahl und nutzte die nächsten zwei eigenen Überzahlmöglichkeiten zum ersten Gleichstand an diesem Abend (7:7). Die Zuschauer hofften jetzt auf einen Sieg und feuerten die Weidener euphorisch an. Vier Minuten vor dem Ende nahm jedoch das Unheil seinen Lauf. Ein Fehler in der Abwehr führte zum 8:7 für die Gäste, eine Minute später folgte in Unterzahl das 9:7 - damit war das Spiel praktisch entschieden. In der Schlussphase brillierte der gegnerische Torwart Sascha Vaegs, der später zum Spieler des Tages gekürt wurde. Mindestens drei hochkarätige Chancen vergaben die Weidener noch, ehe das 7:10 fiel.

Mit diesem Ergebnis endete eine interessante, sehr körperbetonte, aber sportlich faire Partie. Die Weidener gingen wieder leer aus und müssen weiter auf die ersten Liga-Punkte des Jahres warten. "Wir dürfen jetzt weder die Nerven noch die Geduld verlieren. Das Spiel war knapp und hätte auch anders ausgehen können. Unsere Chancen werden wir noch bekommen und letztlich entscheidet sich alles in den letzten Wochen der Liga. Wir müssen jetzt mit Geschlossenheit und Teamgeist weiterarbeiten", beschreibt Trainer Gerhard Wodarz seine aktuelle Gemütslage.
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