Gott blickt in sein Herz

Der emeritierte Bischof Wilhelm Schraml segnete den Neupriester. Aus den Händen des früheren Passauer Oberhirten empfing der Passionistenpater die Weihe zum Priester.

Priesterweihe und Primiz: Absoluter Ausnahmezustand herrschte seit Tagen rund um die Klosterkirche und im Kloster auf dem Miesberg. Ein großes Ereignis stand bevor: Die Weihe eines Passionistenpaters zum Priester.

Schwarzenfeld. (mab) Pater Markus Seidler, ein Baden-Württemberger aus Tauberbischofsheim, empfing aus den Händen des emeritierten Bischofs Wilhelm Schraml die Weihe zum Priester. Überfüllte Parkplätze auf dem Areal unterhalb des Klosters und eine bis auf den letzten Platz Wallfahrtskirche ließen erkennen, dass ein herausragendes Fest zu feiern war. Sogar ein Bus aus der Heimatpfarrei war mit Freunden, Familie und Bekannten von Pater Markus angereist.

Dank an die Weggefährten

"Gott hat Ihnen ins Herz geschaut und jetzt stellen Sie Ihr Leben unter das Geheimnis des Glaubens", richtete der gebürtige Erbendorfer und ehemalige Bischof von Passau, seine Predigt ganz auf den Weihekandidaten aus. In Anwesenheit zahlreicher Mitbrüder und Weggefährten im priesterlichen Dienst vollzog Wilhelm Schraml den Weiheakt.

Mit herzlichen Dankesworten und spürbarer Ergriffenheit dankte Pater Markus, der seinen seelsorgerischen Dienst im Anschluss an die Weihe im Kloster der Passionisten in Eichstätt verrichten wird, den vielen Begleitern und Ratgebern auf dem Weg zum Weihetisch.

"Vater in deine Hände lege ich meinen Geist!" Der persönlich gewählte Primizspruch des Neupriesters zog sich wie ein roter Faden durch den festlichen Gottesdienst am Tag nach der Weihe selbst, an der Primiz. "Du bist ein Geschenk des Herzens an die Welt", dankte Pater Dr. Anton Lässer nach Worten des Pfarrers von Ars dem Primizianten für seinen Schritt nach einem langen Weg der Suche und Selbstfindung. "Pater Markus CP vom Ölbergleiden Jesu", so der Ordensname des neu geweihten Passionistenpaters, war die emotionale Ergriffenheit anzumerken, als der Prediger dankbar und freundschaftlich formulierte: "Du bist ein Geschenk, für die Welt und die Kirche."

"Gerne mitgesungen"

"Am liebsten hätte ich mit gesungen, wäre da heute nicht noch etwas Anderes, Wichtiges für mich zu tun gewesen", scherzte Pater Markus Seidler am Ende des Primizgottesdienstes. Er richtete seinen persönlich gehaltenen Dank an den Bergchor und insbesondere an die Gruppe "Alive," die die Feier der ersten heiligen Messe gesanglich gestalteten. "Danke für das Kreuz, mein Freund:" Der liturgische Liedbeitrag, gesungen von seinen Weggefährten von "Alive", brachte zum Ausdruck, was für den Passionisten im priesterlichen Dienst Erfüllung und Zukunft sein wird.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.