Gottesdienst mit Georg Flierl zum Kapiteltag des Dekanats Kemnath-Wunsiedel
Liebe zu Gott in Taten zeigen

"Mit dem Glauben an Jesus Christus sind wir wirklich Beschenkte und Begnadete", betonte Regionaldekan Georg Flierl beim Kapiteltag des Dekanats Kemnath-Wunsiedel. Bild: jzk
Kemnath. (jzk) Nächsten- und Gotttesliebe forderte Georg Flierl von seinen Zuhörern ein. Am Sonntag in die Kirche zu gehen und sich nicht um die Nöte der Armen zu kümmern, das wäre blanker Hohn, erklärte der Regionaldekan im Gottesdienst zum Kapiteltag des Dekanats Kemnath-Wunsiedel.

21 Priester, zwei Diakone und mehrere Pfarrgemeinderatssprecher hieß Dekan Hans Klier außerdem dazu in der Stadtpfarrkirche willkommen. Flierl dankte allen Haupt- und Nebenamtlichen, die in den Pfarreien das Evangelium verkünden und seelsorgerisch tätig sind. So wie der Tagesheilige Kamillus von Lellis sollten sie anderen Mut zu einer entscheidenden Lebenswende zusprechen. Doch: "Ich kann und darf nicht einem anderen den Weg weisen, den zu gehen ich selber nicht bereit bin", betonte Flierl.

Es reiche nicht, Gott nur mit "Wort und Zunge" zu lieben. Die wirkliche Liebe zu ihm und den Nächsten müsse sich "in der Tat und in der Wahrheit" zeigen. Diese Haltung zeichne Papst Franziskus aus. "Er weiß ganz genau, wovon er redet und was er von uns allen erwartet und verlangt." Mit Blick auf Flüchtlinge und Asylbewerber mahnte Flierl, sie "nicht im Regen stehen" zu lassen." Wer sich dieser großen Herausforderung stelle, mache die Erfahrung, selbst bereichert zu werden. "Ich habe inzwischen drei junge Männer, die als Asylbewerber nach Tirschenreuth kamen, auf die Taufe vorbereitet und getauft", erzählte Flierl. "Nur miteinander können wir uns der Aufgabe stellen, die uns der Heilige Vater gestellt hat."

Pastoralreferent Alfred Kick trug die Lesung, Diakon Franz Lautenbacher das Evangelium vor. Die musikalische Gestaltung der Messe hatte Josef Zaglmann mit dem Kirchenchor übernommen. Pastoralreferent Peter Stubenvoll trug die Psalmverse vor. Christiane Böhm und Anna-Maria Beck sangen ein zweistimmiges Ave Maria. Zuvor kamen bei der Dekanatstagung im Pfarrheim aktuelle Probleme der Seelsorge zur Sprache.
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