Grabgebühren der einzelnen Pfarreien

Die Marktgemeinde Leuchtenberg soll den kirchlichen Friedhof der Pfarrei St. Margareta übernehmen. Das wird Diskussionen nach sich ziehen, weil nämlich dann mit Sicherheit die Grabgebühren um ein Vielfaches steigen werden.

Neben Leuchtenberg hat die Pfarrei Michldorf und die Expositur Döllnitz noch einen kirchlichen Friedhof. In Leuchtenberg kostet ein Doppelgrab für 15 Jahre derzeit 160 Euro. In Döllnitz hebt die Kirchenverwaltung für ein Einzelgrab 100 Euro und für ein Doppelgrab 150 Euro auf 15 Jahre ein. Alle Arbeiten im Friedhof erledigt die vierköpfige Kirchenverwaltung ehrenamtlich. Michldorf liegt beim Einzelgrab bei 160 Euro und beim Doppelgrab bei 260 Euro. Ein Urnengrab oder ein Fach in der Urnenwand kostet 370 Euro. Diese Gebühren sind konstant seit der umfassenden Friedhofssanierung vor 30 Jahren. Die Kosten hierfür müssen in die Grabgebühren einfließen.

Was den Leuchtenberger Grabbesitzern mit einer Übernahme durch die Marktgemeinde drohen kann, zeigt das Beispiel Tännesberg. Hier betreibt die Marktgemeinde den Friedhof. Aufgrund der Kostenrechnung sah man sich erst im Mai genötigt, die Grabgebühren drastisch anzuheben. So kostet hier ein Doppelgrab seit Mai 800 Euro. Tännesberg hat auch Urnengräber, für die etwas mehr als 300 Euro anfallen.

Dabei ist Tännesberg keineswegs Spitzenreiter. In vielen umliegenden Kommunen sind noch weit höhere Gebühren fällig. Aber es ist ein Richtwert, auf den sich dann die Leuchtenberger Grabbesitzer auch einstellen können. Da klar ist, dass das Bestattungswesen eine Pflichtaufgabe der Gemeinden ist, könnte man in den Raum stellen, dass auch noch andere Kirchenverwaltungen die Möglichkeit überdenken, der Marktgemeinde auch ihren Friedhof zu übertragen. (fz)
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