"Gräber die großen Prediger des Friedens"

"Soldatengräber sind die großen Prediger des Friedens", zitierte Pfarrer Irudayaraj Devadass Albert Schweitzer beim ökumenischen Gottesdienst mit Pfarrer Matthias Weih in der evangelischen Martinskirche. "Die Kriegstoten hinterlassen eine Lücke, die wir niemals schließen können." Terror und Gewalt hätten eine neue Dimension und die Vernichtung eine dramatische Veränderung erfahren, betonte Devadass.

Obwohl Frieden alle angehe und ihn alle wollten, verscherzten wir ihn auch schon im Kleinen. Das Probleme sei die eigene Unzufriedenheit. "Den Frieden, der keine Grenzen kennt, muss man sich von Gott schenken lassen. Wer den Frieden Gottes lebt und aufnimmt, wird auch Gottes Kind." Am Ehrenmal sagte Bürgermeister Ludwig Biller ein entschiedenes Nein zur Frage, ob die Tradition des Volkstauertags beendet werden sollte. "Wir brauchen Momente des Innehaltens genauso wie Orte des Mahnens, damit das, was geschehen ist, nicht verdrängt wird.

Das Sterben der Soldaten war auch ein Opfer für unsere Freiheit." Der Gemeindechef rief zur Ausländerfreundlichkeit und Zivilcourage auf und bat, den Feinden unserer Demokratie keinerlei Spielraum zu lassen. "Wir trauern mit allen, die Leid tragen." Ihnen zu Ehren legten Biller und Stellvertreter Herbert Rudolph einen Kranz nieder. Kirchen- und Posaunenchor begleiteten die Feierstunde.
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