Gräbergang der evangelischen Gläubigen
Gottes Himmelreich

Viele Auswärtige besuchten an Karfreitag die Gräber ihrer verstorbenen Verwandten am Königsteiner Friedhof. Worte des Trostes sprach Pfarrerin Heidi Kurz (Mitte). Bild: wku
Es ist in Königstein Tradition, sich am Karfreitagnachmittag auf dem Friedhof zu einer Andacht zu versammeln und die Gräber der verstorbenen Angehörigen zu besuchen. Dieser alte Brauch ist bei den Evangelischen einzigartig, da es ihn nur in Königstein gibt.

Viele Verwandte von auswärts suchen an diesem Feiertag das Familiengrab auf. Scharen von Gläubigen kamen zu der Feier zusammen. Die Andacht wurde vom evangelischen Kirchenchor unter der Leitung von Siegfried Knahn und vom Posaunenchor unter der Leitung von Bettina Blendinger-Schröck gestaltet. Pfarrerin Heidi Kurz stellte über ihre Ansprache das Wort von Dr. Albert Schweitzer: "Das schönste Denkmal, das einem Menschen errichtet werden kann, steht im Herzen seiner Mitmenschen!" Jedoch überzeugte sie der Spruch nicht völlig, da die Erinnerung verblasst und Menschen vergessen werden. "Das wichtigste Denkmal für die Menschen steht bei Gott in seinem himmlischen Reich", bemerkte die Pfarrerin.

Anschließend las sie die Verstorbenen des vergangenen Jahres vor: Sieben Männer und vier Frauen der evangelischen Kirchengemeinde im Alter von 55 bis 92 Jahren wurden auf dem Königsteiner Friedhof zu Grabe getragen.
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