Grafenwöhr auf großer Reise

Der Grafenwöhrer Torwart Sebastian Kausler droht im ersten Relegationsspiel auszufallen. Trainer Thomas Daschner hätte aber guten Ersatz. Bild: Eger

Schon vor zwei Jahren scheiterte Fußball-Bezirksligist SV Grafenwöhr äußerst unglücklich am Aufstieg in die Landesliga. Diesmal soll es nun klappen. Im ersten von vier möglichen Relegationsspielen gastiert die Mannschaft am Donnerstag um 18.30 Uhr beim Zweiten der Bezirksliga Süd, den SV Neukirchen beim Heiligen Blut.

Grafenwöhr. (kap) Nur ungern erinnert sich Thomas Daschner, Trainer des SV Grafenwöhr, an das unglückliche Scheitern in der Relegation vor zwei Jahren. 4:2 gewann sein Team das Hinspiel gegen den Freien TuS Regensburg und kassierte im Rückspiel in der Nachspielzeit zwei Gegentore zum 1:3 und schied vorzeitig aus. "Das wird uns diesmal nicht mehr passieren", verspricht Daschner, "denn die Mannschaft ist reifer geworden." Als ersten Gegner gilt es den SV Neukirchen b.Hl.Blut, Zweiter der Bezirksliga Süd, in Hin- und Rückspiel (31.Mai, 16 Uhr) auszuschalten. Bei einem Erfolg wartet in Runde 2 der Sieger aus der Paarung ATSV Kelheim (2. Bezirksliga West Niederbayern) gegen den TSV Langquaid (16. Landesliga Mitte).

Zweiter Platz Sensation

Vor den beiden Spielen stellt Daschner erst einmal fest, dass der Verein vor Wochen gar nicht mehr an den Vizemeister-Titel dachte. "Mit dem zweiten Tabellenplatz haben wir nicht mehr gerechnet. Aber die schwächelnde Konkurrenz Pfreimd und Schwarzhofen hat es möglich gemacht. Natürlich wollen wir die unverhofft gekommene Chance nutzen." Bei dem kleinen Kader und den Verletzungssorgen über die gesamte Saison sei das Erreichen der Aufstiegs-Qualifikation schon eine kleine Sensation. Für Daschner spielte die Mannschaft eine tolle Saison. "Nun hat sie die Möglichkeit, diese mit dem Aufstieg zu krönen." Für Daschner selbst wäre das ein Hammer. "Einen solchen Abschied wünscht sie jeder Trainer." Nach vier Jahren verlässt der 48-Jährige den Verein und übernimmt beim FV Vilseck den Trainerjob. Als einen kleinen Nachteil sieht Daschner die weite Anreise von zwei Stunden während der Woche. Die Spieler müssen sich alle freinehmen. Über den Gegner hat er sich von befreundeten Trainerkollegen Informationen geben lassen. "Uns erwartet eine robuste und erfahrene Truppe, die mit ausgezeichneten Einzelspielern besetzt ist. Aber die Aufgabe sei lösbar." In 30 Spielen kamen die Hausherren als Aufsteiger auf 58 Punkte (18 Siege, 4 Remis und 8 Niederlagen) bei 70:31 Toren. Das bedeutet hinter dem Meister TSV Kareth zweitbester Angriff und Abwehr der Liga. Besonders zu beachten sind die Torjäger Adam Vlcek und Simon Meindl, die es auf 23 bzw. 21 Treffer brachten. Gespielt wird im Europapokal-Modus, wobei auswärts erzielte Tore doppelt zählen.

An der Personallage hat sich wenig geändert. Maximilian Dippl fällt wegen Hüftproblemen aus. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Torwart Sebastian Kausler. Vermutlich vertraut Daschner dem zuletzt überzeugenden Patrick Pachelbel.
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