Grafenwöhr.
Im Blickpunkt Thiermann ein Sympathieträger

(az) Kaplan Thomas Thiermann darf man als "Menschenfischer" bezeichnen. Ihm ist die Gabe Gottes gegeben, Menschen zum Schmunzeln zu bringen, sie positiv zu stimmen. Er tut nichts Großartiges dafür. Es sind vielmehr seine lockeren Bemerkungen, seine Gesten, Wortspielereien, sein verschmitztes Lächeln, gepaart mit einem gütigen Blick. Auch wenn mal was daneben geht, er reagiert gelassen, unaufgeregt, "kuriert" schnell mit einem Schuss Humor. So versteht er es, eine fröhliche Atmosphäre zu verbreiten, ohne der Situation die Würde zu nehmen.

Eine solche Natürlichkeit kommt an - und zwar bei Jungen wie bei den Älteren. Bescheiden wie er wirkt, ist Kaplan Thiermann ein großer Sympathieträger für einen frohmachenden Glauben.

Einige Kostproben seiner unkonventionellen Art, so wie sie sich beim Gottesdienst mit Ministrantenaufnahme ergaben: Im Gegensatz zu den Neulingen nannte er all die anderen "alte Ministranten". Nach der Segnung der Plakette wollte er diese auch besprengen. Er blickte um sich und fragte: "Hat jemand einen Schluck Weihwasser für mich?" Nach dieser Zeremonie richtete er sich an die Gläubigen: "Ich schlage vor, wir bekennen nun unseren Glauben."

"Am nächsten Sonntag ist Neujahr", wies er bei den Vorankündigungen hin. Um die kurze Irritation schnell aufzulösen: "Da beginnt mit dem ersten Advent ein neues Kirchenjahr." Eingezogen war Kaplan Thiermann mit den Ministranten durch den breiten Mittelgang der Friedenskirche. Der Auszug führte durch die normal große Tür zur Sakristei. "Hoffentlich kommen wir da alle raus", dachte er laut.
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