Gras sprießt aus den Ritzen

Das Gras wächst am Auerbacher Schlosshof, aber die Fontänen bleiben trocken. Momentan ist das kein schöner Anblick am sonst so idyllischen Plätzchen, findet Stadträtin Elisabeth Kolleng. Bild: swt

Viel Arbeit gibt es derzeit für den Bauhof, so dass der Schlosshof ein bisschen vernachlässigt wird. Das findet zumindest SPD-Stadträtin Elisabeth Kolleng. Sie bemängelte in der Stadtratssitzung, dass die Wasserfontänen nicht sprudeln, aber dafür das Gras aus den Ritzen des Granitpflasters unter den Kastanien wuchert.

Bürgermeister Joachim Neuß erklärte, dass der Bauhof und seine Mitarbeiter Prioritäten setzen und nach und nach alles abarbeiten. Wann der Schlosshof dran kommt konnte er nicht sagen.

Marode Nepomuk-Statue

Spätestens am 1. August sollte der Schlosshof aber soweit hergestellt sein, dann findet dort eine Veranstaltung beim Theatersommer Auerbach statt. Die Bluessänger Schroeter und Breitfelder wollen den idyllischen Platz in eine Musikbühne verwandeln. Die Nepomuk-Statue an der Brücke zum Stadtweiher ist Elisabeth Kolleng ebenfalls ein Dorn im Auge, weil sie immer noch nicht restauriert ist. Das wurde bereits im vergangenen Jahr beschlossen, so die Stadträtin. Neuß verwies auf die lange Schlechtwetterperiode und den Winter, in dem solche Arbeiten nicht gemacht werden können. Dies werde aber nicht aus den Augen verloren.

Anmeldung "chaotisch"

Zu guter Letzt hatte Kolleng noch ein Anliegen bezüglich des städtischen Ferienprogramms. Die Anmeldungen seien im vergangenen Jahr "sehr chaotisch" verlaufen, Plätze waren zu schnell ausgebucht. Auch würden Kinder aus anderen Gemeinden vor Auerbacher Sprösslingen bevorzugt, meinte sie. Dies sollte anders werden. Der Rathauschef erklärte, dass dies jedes Jahr problematisch sei, da das Programm im Stadtanzeiger erscheine. Manche bekämen diesen aber ein paar Tage eher als andere Haushalte. "Deshalb ist es wichtig, dass die teilnehmenden Vereine ein festes Anmeldedatum vorgeben." Es liege im Ermessen des jeweiligen Anbieters, nach welchen Kriterien er die Anmeldungen entgegen nehme.

Kein Unterschied

Es sei sicherlich auch im Sinne der Vereine, dass die Termine voll werden, da könne kein Unterschied zwischen Auerbacher Kindern und anderen gemacht werden. Kolleng konterte, dass die SPD-Frauen seit Jahren nach den gleichen Regularien ihr Ferienprogramm machen würden, "da gibt es nie Probleme."

Heuer wird das Ferienprogramm erst Anfang Juli aufgelegt, und zwar nicht im Stadtanzeiger, sondern an den üblichen Auslagestellen im Rathaus oder den Banken. So hofft man bei der Stadt mehr Ruhe in den Anmeldemodus zu bringen.
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