Griff erspart Pille

In Theorie und Praxis erklärte Susanne Geier-Vogt den zahlreichen Zuhörern sanfte kinesiologische Behandlungsmethoden. Bild: (jzk)

Muskelschmerzen, Herz-und Kreislaufbeschwerden oder Konzentrationsstörungen - für alles gibt es eine Medizin. Susanne Geier-Vogt zeigte, dass es auch ohne Pillen geht.

Kemnath. (jzk) Kaum fassen konnte das Familienzentrum Mittendrin die Teilnehmer am Kurs "Spezialisierte Kinesiologie und Schmerzprävention". Bevor die Referentin aus Kirchenpingarten ihre Ausführungen vertiefte, erklärte die gelernte Kinderkrankenschwester und Heilpraktikerin zunächst, was es mit dem Begriff Kinesiologie auf sich hat.

Sich selbst helfen

Dahinter verberge sich eine "sanfte manuelle Behandlungsmethode, die den Körper dabei unterstützen soll, sich selbst zu helfen", führte Susanne Geier-Vogt aus. Über einfache Muskeltests werde ermittelt, welche Regelkreise im Körper nicht mehr richtig funktionieren. Danach werde dem Gehirn über Techniken der Osteopathie, Cranio-Sakraltherapie und Akupressur wieder eine normale Reizverarbeitung ermöglicht.

Mehr Lebensqualität

Die Körpertherapie löse Blockaden, die für Beschwerden des motorischen Bewegungsapparates, Immun- und Hormonsystems, der Muskelspannung und der Konzentration verantwortlich sein können, erläuterte die Massagetherapeutin ihren Zuhörern. Auch Herz- und Kreislaufbeschwerden könnten auf diese Weise gelindert werden. Bei der Akupressur werden Akupunkturpunkte stimuliert, allerdings ohne Nadeln. Diese Methode behandle Schmerzen ganz ohne Schmerzmittel. Kinesiologie sei eine ganzheitliche Methode, Blockaden sowie Stressreaktionen abzubauen, Potenziale zu fördern und das Wohlergehen, die Gesundheit, die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität zu verbessern.

An Teilnehmerinnen demonstrierte Geier-Vogt den sogenannten Muskeltest. "Durch ihn wird der Körper befragt, was ihn belastet oder Blockaden hervorruft und mit welcher Technik diese aufgelöst werden können." Das funktioniere ganz effektiv, da alle gemachten Erfahrungen im Nervensystem und im Zellgedächtnis gespeichert seien. "Bei Fehlstellungen im Gelenk wird die Muskulatur vom Nervensystem gedrosselt und die Muskeln funktionieren nicht mehr richtig." Mit einfachen Korrekturgriffe könne das Problem rasch und unkompliziert behoben werden.

Die Techniken zum Abbau und Ausgleich der Blockaden müssten individuell und punktgenau auf jeden Klienten abgestimmt werden. Stimuliert werden beispielsweise Muskeln und Reflexzonen sowie Knochen, vor allem die Schädelknochen.
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