Große Aufgaben, wichtige Klientel
Im Blickpunkt

Tirschenreuth. (bz) Die Zahl überraschte nicht nur Landrat Wolfgang Lippert: 11 050 Behinderte mit einem Behinderungsgrad zwischen 30 und 100 Prozent gibt es nach offiziellen Zahlen im Landkreis Tirschenreuth. "Das sind gut 15 Prozent der Bevölkerung", wusste Reinhard Schön, der neue Behindertenbeauftragte im Landkreis. Im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Senioren und Inklusion stellte er sich und seine Ziele vor. Und dass er sich als Sprachrohr eben dieses Personenkreises versteht. Schön schwebt ähnlich den Senioren ein flächendeckendes Netz von Behindertenbeauftragten vor. In sieben von 265 Kommunen gibt es derzeit niemand, der das Amt ausfüllt. Angesichts der Zahlen sprach Landrat Lippert von einem großen Aufgabenbereich Schöns und einer wichtigen Klientel.

Gegen eine Pflege nach Minuten

Tirschenreuth. (bz) Wenn auch mit Bauchschmerzen: Der Landkreis verabschiedet sich von der Förderung ambulanter Pflegedienste. Seit 2012 war der Betrag eh schon auf 120 000 Euro "gedeckt". Jetzt folgt Tirschenreuth dem "Rat" des Kommunalen Prüfungsverbandes, sich wie andere Landkreise der Oberpfalz doch aus der Förderung zurückzuziehen.

"Uns bleibt keine andere Wahl", wollte Landrat Wolfgang Lippert im Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Senioren und Inklusion mit Blick auf die geforderte Haushaltskonsolidierung nicht die gewährte Stabilisierungshilfe aufs Spiel setzen. Da werden die freiwilligen Leistungen eben auf den Prüfstand gestellt. Um die Auswirkungen für die Betroffenen etwas erträglicher zu gestalten, werden die Förderungen nicht Knall auf Fall eingestellt, sondern schrittweise bis 2018.

Jürgen Kundrat, Geschäftsführer der Kreis-Caritas, glaubte nicht, dass die Träger die Mehrkosten auf Dauer schultern könnten. "Die werden das dann auf die Patienten übertragen." Viele würden das wiederum nicht aufbringen können und dann wieder auf die Sozialhilfe zurückkommen. "Je mehr ambulante Dienste, umso länger schieben wir doch eine Heimunterbringung auf", meinte Brigitte Scharf (SPD).

Und auch der Kreis-Behindertenbeauftragte Reinhard Schön wandte sich gegen "eine Pflege nach Minuten". Landrat Lippert verkannte die Problematik nicht. "Aber der Landkreis ist nicht dazu da, das Defizit auszugleichen. Da muss der Hebel bei der großen Politik angesetzt werden."

Termine Josefifeier: Auftakt in der Kapplkirche

Waldsassen/Münchenreuth. (pz) Zuerst geht's zum Gottesdienst in die Kapplkirche, anschließend folgt - nach einem "Festzug" zum Kappl-Wirtshaus Rosner nebenan - dort der gemütliche Teil: Alle Josefs und Josefinen sowie alle, die auf die abgewandelten Formen des Namens hören, sind am Donnerstag, 19. März, zur Josefifeier eingeladen.

Bereits zum 21. Mal organisieren die beiden Münchenreuther Josef Ernst und Josef Hecht die gemeinsame Namenstagsfeier. Aufstellung zum Kirchenzug um 18.50 Uhr, der Festgottesdienst beginnt um 19 Uhr.
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