Große Ehre für kleine Pfarrei

Bei seinem Besuch in Waldeck bewunderte Erzbischof Nikola Eterovic (Fünfter von links) den Blumenteppich, den Köglitzer Frauen bei der Pfarrkirche gelegt hatten. Den Pontifikalgottesdienst zelebrierte der apostolische Nuntius mit Pfarrer Heribert Stretz und Prälat Karel Simandl (Vierter und Sechster von links). Bild: hl

Landrat Wolfgang Lippert hatte einen Wunsch an Nikola Eterovic: Der apostolische Nuntius solle ein klein wenig Botschafter dieser Region werden. Für sein Anliegen lieferte der Landkreischef gleich mehrere Gründe.

Waldeck. (hl) Nach seinem Besuch in Pressath feierte Nikola Eterovic auch in der Pfarrei Waldeck einen Pontifikalgottesdienst in der Pfarrkirche. Lippert bezeichnete es als besondere Ehre, den Nuntius im Landkreis Tirschenreuth begrüßen zu dürfen. Mit Waldeck habe dieser eine gute Wahl getroffen. Die Einwohner hielten zusammen und seien tief im Glauben verwurzelt.

Das habe sich im Sommer beim Glockenguss für die Ägidius-Kapelle und deren Weihe durch Weihbischof Reinhard Pappenberger gezeigt. "Wo gibt es schon Glockenguss und Besuch des apostolischen Nuntius in einem Jahr an einem Ort - nur in Waldeck."

"Sakrale Landschaft"

Auch das Engagement der Familie Schleicher, versinnbildlicht durch den Bau der Theresienkapelle in Köglitz, unterstreiche den religiösen Charakter der Region, erklärte der Landrat. Der Landkreis verfüge über eine "hervorragende sakrale Landschaft", die im Stiftland besonders durch das Kloster Waldsassen mit den Zisterziensern geprägt werde.

Bürgermeister Werner Nickl glaubte, dass Prälat Karel Simandl, der schon öfter Waldeck besucht hat, dem päpstlichen Botschafter von der wunderbaren Landschaft und den liebenswerten Menschen vorgeschwärmt habe. Werden anderswo Kirchen abgebrochen oder profanisiert, so "werden bei uns Kirchen renoviert, neue Kapellen gebaut und Kapellenruinen revitalisiert". Als Beispiele führte der Rathauschef den Neubau der Theresienkapelle durch die Familie Schleicher und die Ägidiuskapelle an.

Letztere haben der Heimat- und Kulturverein, Bürger und die Stadt Kemnath in einer großartigen Kraftanstrengung und einem enormen Kostenaufwand revitalisiert. Seit einigen Wochen läute die Glocke nach 300-jähriger Pause wieder auf dem Schlossberg.

Glaubenshaltung bestätigt

Mit dem Besuch in der kleinen, aber feinen Pfarrei mit seiner wunderbar restaurierten Pfarrkirche bestätige der Nuntius die Menschen in ihrer Glaubenshaltung. Nickl wünschte sich, dass sich der Gast hier wohlfühle und spüre, dass er herzlich willkommen sei. Er wurde von den Ministranten vom Pfarrhof abgeholt und in die bis auf den letzten Platz besetzte Kirche gebracht. Der Prälat Dr. Karel Simandl und Pfarrer Heribert Stretz feierten mit ihm die Heilige Messe.
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