Große Freude am Gestalten

Einen wichtigen Rückhalt findet Bürgermeister Johann Burger bei seiner Familie. Sie steht für ihn trotz der Vielzahl an Terminen an erster Stelle. Das Bild zeigt ihn vor dem heimischen Gartenhäuschen zusammen mit Ehefrau Kathrin, Sohn Hannes - das jüngste von vier Kindern - und der Belgischen Schäferhündin Kira. Bild: lnz

Nachdem Johann Burger 2008 nur äußerst knapp am damaligen CSU-Amtsinhaber gescheitert war, gelang ihm 2014 der Sprung an die Spitze der Gemeinde Leonberg. Ein Jahr später zieht der Freie-Wähler-Bürgermeister im NT-Interview eine Zwischenbilanz.

Herr Burger, wie hat sich Ihr Leben in den vergangenen zwölf Monaten verändert?

Burger: Nachdem ich bereits vorher im Gemeinderat und als 2. Bürgermeister tätig war, wusste ich schon in etwa, was durch das Bürgermeisteramt auf mich zukommt. Wobei es für die Vielzahl von Terminen natürlich schon einer etwas strafferen Planung bedarf. Da ich zur jeder Tages- und Nachtzeit für die Bürger erreichbar bin, ist die eigene Freizeit begrenzt.

Leidet unter der Vielzahl an Terminen das Familienleben?

Burger: Meine Familie steht immer noch an erster Stelle. Die familiäre Unterstützung war auch eine Voraussetzung für die Kandidatur. Auf diesen Rückhalt kann und darf ich mich jetzt verlassen. Darüber hinaus schätze ich meine Frau und meine Kinder in vielen Situationen auch als Ratgeber. Für meinen Familienkreis bin ich jederzeit da.

Ein Bürgermeister steht häufig in der Kritik, berechtigt oder unberechtigt. Wie gehen Sie damit um?

Burger: Kritik sehe ich als Bestandteil unseres Vorankommens und somit in jeder Weise auch konstruktiv. Dennoch sollte Kritik immer fair und gerechtfertigt sein.

Was hat Ihnen seit dem Amtsantritt am meisten Kopfzerbrechen bereitet?

Burger: Das Verhältnis zu meinem Vorgänger. Ich hätte mir eine geordnete Übergabe gewünscht, denn so hätte ich noch schneller - gerade im Interesse der Gemeinde - die Vorgänge fortführen können. Mir fällt hier auch der nicht genehmigte Haushalt 2014 ein, für den mir zu Unrecht die Schuld angelastet wurde.

Der aktuelle Haushalt ist genehmigt, die Jugendheimsanierung und der Breitbandausbau sind in die Wege geleitet. Was hat als nächstes Vorrang?

Burger: Zunächst möchte ich durch einen Energiebündelvertrag die Unterhaltskosten der Straßenbeleuchtung und im Abwasserbereich (Stichwort Pumpen) senken. Weiter gilt es, die Sanierung der Grundschule in Mitterteich haushaltsrechtlich mitzutragen. Dadurch könnte die Gemeinde eine höhere Stabilisierungshilfe erhalten.

Im Zuge einer interkommunalen Zusammenarbeit mit den Städten Mitterteich, Waldsassen und Tirschenreuth möchte ich auch den Zustand unserer Straßen und Brücken verbessern.

Viel Lob gab es für den ersten Leonberger Weihnachtsmarkt. Dürfen sich die Leute heuer auf eine Neuauflage freuen?

Burger: Selbstverständlich wird wieder ein Weihnachtsmarkt in Leonberg durchgeführt. Dazu ist schon einiges in Planung. Näheres wird aber noch nicht verraten.

Vollenden Sie bitte den Satz "Ich bin ein guter Bürgermeister, weil..."

Burger: Diese Einschätzung obliegt den Bürgern unserer Gemeinde. Mir macht es aber große Freude - im Kleinen wie im Großen - Dinge bewegen bzw. anstoßen zu können.
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