Große Lastwagen zwängen sich durch den Ort - Zustimmung für Hausnummerierung
Trippacher sauer auf Weiden

Neue Ortsversammlung, alte Themen: Immer noch wird in Trippach viel zu schnell gefahren, klagten die Bürger. Sie beschwerten sich erneut über die großen Lastwagen, die ihrer Meinung mit zu hohem Tempo durchs Dorf steuern. "Eine Gefahr für die Fußgänger und besonders für die Kinder."

Mit 110 Sachen

Bürgermeister Ludwig Biller konnte die Raserei auf der Durchgangsstraße von Neunkirchen nach Weiherhammer nur bestätigen. Eine an mehreren Tagen von der Gemeinde durchgeführte Messung aus Richtung Neunkirchen habe ergeben, dass von den 3621 erfassten Fahrzeuge 426 mit 80 Kilometern pro Stunde, 96 Fahrzeuge mit 90, 24 mit 100 und 4 sogar mit 110 "Sachen" innerorts unterwegs waren.

Der Gemeinderat habe deshalb dem Kauf eines stationären Geschwindigkeitsanzeigers zugestimmt. Man hoffe, dass dies bei den Autofahrern fruchte. Der Bauausschuss erarbeitet parallel ein Straßensanierungskonzept, in das auch die Probleme auf der Durchgangsstraße mit einfließen werden. Bei einer Sanierung müsse auch ein Gehweg angelegt werden, meinte Biller. Und sollte sich die Raserei nicht bessern, müsse über den Bau eines Hindernisses nachgedacht werden.

Ein großes Problem sind nach Meinung Billers die großen Lastwagen auf der Gemeindeverbindungsstraße aus Richtung Mallersricht. "Sie zwängen sich zum Teil mit Anhängern durch die enge Straße in Trippach." Die Trippacher konnten nicht verstehen, warum die Stadt Weiden die Benutzung der Straße für Lastkraftwagen über 7,5 Tonnen schon bei Mallersricht nicht verbiete. Auch der Rathauschef verstand diese Entscheidung nicht. Er will nochmals nachhaken. Auf der Gemeindeverbindungsstraße nach Weiherhammer gebe es eine solche Beschilderung.

Ludwig Exner bemängelte, dass bei starkem Regen das Wasser nicht in den seitlichen Graben, sondern den steilen Berg hinunterlaufe, weil sich das Straßenbankett zur Straße hin neige. Biller versprach, Abhilfe zu schaffen. Zum Abschluss kam das leidige Problem mit der Straßen- und Hausnummern-Beschilderung zur Sprache. Biller legte einen Plan vor. Demnach müssen 13 Schilder aufgestellt werden, auf denen die Straßen und Hausnummern stehen. Die Trippacher waren einverstanden. Alfred Kneidl regte an, gleich dafür einige Ständer von abmontierten Verkehrszeichen zu verwenden.

Kein Mobilfunk

Bürgermeister Biller informierte, dass in Zukunft die Wasserversorgung in Weiherhammer zu zwei Dritteln von der "Steinwaldgruppe" erfolgt. Bei dieser Gelegenheit könnte auch Trippach an diese Versorgung mit angeschlossen werden. Die Versorgung durch Weiden wäre dann nicht mehr notwendig. Zudem erarbeite man zurzeit mit Eltern ein Spielplatzkonzept, in das Trippach einbezogen werde.

Schlecht sieht es bei der Mobilfunkversorgung aus. Aus wirtschaftlichen Gründen sei nach Auskunft der Anbieter ein Ausbau nicht geplant. Der Einwohnerstand ist gleichgeblieben: In Trippach leben nach keiner Geburt und keinem Sterbefall und jeweils vier Zu- und Wegzügen 166 Einwohner.
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