Große Lösung für Campingplatz

Der Campingplatz ist aktuell im Winterschlaf. Trotzdem beschäftigte er den Riedener Marktgemeinderat. Das Gremium entschied sich in einer Sondersitzung für eine Komplett-Variante in Bezug auf die Sanierung des Areals. Mit 625 000 Euro schlagen die Kosten dafür zu Buche. Bild: sam

Welcher Weg wird bei der Sanierung des Campingplatz-Gebäudes eingeschlagen? Mit dieser Frage hatten sich die Marktgemeinderäte zu befassen. Und kamen zu einem Ergebnis: Komplettlösung.

Beabsichtigt ist, mit dem Umbau unverzüglich nach der Campingsaison, die am 30. September endet, zu beginnen. Nach dem Winterhalbjahr soll die Maßnahme abgeschlossen sein. Das Gremium hatte bei der Sondersitzung zahlreiche Fragen an den mit der Planung beauftragten Thomas Hollweck, vor allem hinsichtlich Bauzeitenplan und Ausschreibungs-Modalitäten.

Heute mehr enthalten

Marktgemeinderat Arthur Flierl erkundigte sich nach der Aufteilung der Gewerke in den verschiedenen Varianten. Er wollte sichergestellt haben, dass die kalkulierten Kosten "am Ende nicht gesprengt werden". Laut Hollweck liegen allen Varianten schon klare Kostenkalkulationen und gewisse Angebotspreise zugrunde. Außerdem befinde man sich aktuell in einer konjunkturell bedingten guten Ausschreibungszeit. Dies lasse interessante Angebote erwarten. Bei der Diskussion kristallisierte sich die Tendenz heraus, dass es wohl kaum bei der Grundsanierungs-Variante, die mit rund 414 000 Euro veranschlagt wurde, bleiben wird. Aussagen von Marktgemeinderat Georg Söldner zur Kostenkalkulation von 2013 widerlegte Bürgermeister Erwin Geitner. Bei den 303 000 Euro sei nur von der Sanierung des Sanitärgebäudes die Rede gewesen. Jetzt seien zusätzlich die Dach-Sanierung des Freibad-Technikgebäudes sowie Heiz- und Solaranlage vorgesehen. Zusätzlich zur allgemeinen Baukostensteigerung von nahezu zehn Prozent seien Estricharbeiten, Vorsatzwände, Decken, Fliesen für Boden und Wände, neue sanitäre Anlagen und Elektroinstallation enthalten.

Im Finanzplan vorgesehen

Dieter Teich wünschte sich für die Sanierung der Vorsatzwände, die räumliche Einteilung der Duschen und WCs für Damen und Herren entsprechend zu überplanen. Dieser Umbau könnte in Trockenbauweise erfolgen. Auf Nachfrage von Marga Kraus erläuterte Bürgermeister Geitner, dass die Maßnahme im Finanzplan einkalkuliert war und ohne neue Kreditaufnahme zu bewerkstelligen sei. Klar müsse aber sein, "dass bekannte größere Projekte anstehen, die den Finanzplan in der Zukunft zusätzlich strapazieren werden".

Einstimmig entschieden sich die Räte für die Komplettlösung: Für 625 000 Euro gibt es zusätzlich zur Grundvariante noch neue Fenster für Büro und Veranstaltungsraum in den jeweiligen Pavillons. Erneuert würden der komplette Umgang sowie der Balkon des Pavillons. Klar war, dass im Zuge der Sanierung auch der Zugang erneuert wird. Enthalten sein soll in der Maßnahme auch eine Schrankenanlage mit Verbindung zur Rezeption des Campingwartes.

Im Winter geschlossen

Die Entscheidung für diese umfangreichere Variante fiel auch vor dem Hintergrund, dass keine zusätzliche Heizungslage erforderlich sein wird. Der Campingplatz wird im Wintern nicht genutzt, eine Frostfreimachung könne mit der eingeplanten Technik bewerkstelligt werden. Die Campingsaison soll auch künftig von 1. April bis 30. September sein.

Die Räte behandelten einen eingereichten Bauantrag: Karin Kopf und Miroslaw Zgrzendek planen im Fliederweg ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage. Mit der Auflage, dass an die Entwässerungsleitung entlang der Kreuther Straße angeschlossen wird, stimmte das Gremium zu.
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