Große Schafkopf-Familie

Das "starke Geschlecht" war in der Minderheit beim Jubiläumspreisschafkopf der Volkshochschule: Nur 8 Männer, aber 36 Frauen hatten sich dazu in der Freizeitanlage "Rußweiher" eingefunden. Vor der Ausgabe der Karten lauschten sie ihrem Lehrmeister Heiner Kohl (nicht im Bild), der die Spielmodalitäten erläuterte. Bild: rn

Zehn Jahre Schafkopfen bei der Volkshochschule: Dieses kleine Jubiläum war für die VHS und ihren Schafkopflehrer Heiner Kohl Anlass für einen "Jubiläumspreisschafkopf". Dieser vereinte zahlreiche "Ehemalige" in der Freizeitanlage "Rußweiher".

44 der 93 Frauen und 57 Männer, die an den bisher 16 Kursen teilgenommen hatten, entbot VHS-Vorsitzender Thomas Frankenberger ein herzliches Willkommen. Kräftigen Applaus erhielt Heiner Kohl, der seit dem Jahr 2005 in der mittleren und nördlichen Oberpfalz bei mittlerweile insgesamt 56 Schafkopfkursen 717 Teilnehmer in das bayerische Kartenspiel eingeweiht hat.

Zum Glücks- und Kartenspiel zitierte er neben Platon, Ovid, Friedrich Schiller und Oscar Wilde ein sorbisches Sprichwort: "Karten sind des Teufels Abc". Teuflisch wurde es an diesem Abend jedoch keineswegs: Heiner Kohl sah unter den Teilnehmern aus nahezu allen Orten des westlichen Landkreises und darüber hinaus aus Bayreuth, Mantel und Pegnitz "nur viele nette Gesichter und viele Schüler". Und alle zeigten - wie er - "riesige Freude" am "Jubiläumspreisschafkopf".

Nur Pluspunkte zählen

Koch versprach nicht nur jedem Teilnehmer einen Preis - " und zwar keinen Ramsch, auch Geldpreise" -, sondern versicherte auch einen kurzweiligen Abend mit lediglich 30 Spielen, bei denen nur Pluspunkte gezählt werden. Er rief daher zu einem "frechen Spiel" auf, bei dem keine beeinflussenden Bemerkungen fallen sollten.

Der großen Schafkopf-Familie - darunter 36 Frauen - war die Wiedersehensfreude anzusehen. Die Gestaltung des Abends kam dem sehr entgegen: Er herrschte große Freude und Harmonie weit über die reine Spielzeit hinaus.

Die Erstplatzierten waren Renate Kroher aus Auerbach mit 72 Punkten, Julian Utner aus Oberbibrach mit 64 Punkten und Rosa Graf aus Eschenbach mit 60 Punkten.
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