Große Trauergemeinde nimmt Abschied von Ernst Piehler
Das Leben bereichert

Kemnath am Buchberg. (seb) "Es tut weh, ihn nicht mehr unter uns zu haben." Mit diesen Worten sprach Pfarrer Andreas Chalil zu Beginn des Trauergottesdienstes vielen Kirchenbesuchern aus der Seele. Die Anteilnahme der Bevölkerung am Tod von Ernst Piehler war überwältigend.

Der Verstorbene war ein liebenswerter Mensch mit einem erfrischendem Humor. Seine hohen Sympathiewerte erwarb er sich im Umgang mit Menschen durch stete Hilfsbereitschaft und Engagement. In allen Nachrufen am Grab wurden diese Eigenschaften hervorgehoben.

Drei Ehrenmitgliedschaften und der Titel eines Ehrenkommandanten verdeutlichten seine immerwährende Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen und zu tragen. Ein Leben lang galt Piehlers drei Betätigungsfeldern Fußball, Musik und Feuerwehr seine Leidenschaft. Beim SV Kemnath war er Gründungsmitglied und schnürte selbst die Fußballstiefel, um jahrelang im Tor der ersten Mannschaft zu stehen. Als zweiter Vorsitzender und Ausschussmitglied im Sportverein trug er später wichtige Entscheidungen mit und half immer, wenn Arbeiten anfielen. Der "Binner Ernst" - so nannten ihn seine Bekannten - war kein Kind von Traurigkeit. Siege seines SV wurden gebührend gefeiert - auch mit Gesang, denn Ernst Piehler konnte singen und vor allem musizieren.

Seit der Gründung der Musikkapelle "Buchbergecho" vor 59 Jahren war er aktives Mitglied als Tenorhornist oder Beckenspieler. Das "Echo" war seine zweite große Liebe und die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft nur eine kleine Anerkennung seines stetigen Einsatzes.

Fast noch mehr Verdienste erwarb sich der Verstorbene bei der Kemnather Feuerwehr, erst als aktives Mitglied seit 1958, später 25 Jahre lang als erster Kommandant. Die Ehrenmitgliedschaft, die Ehrenkommandantur und die Bürgermedaille der Stadt Schnaittenbach in Silber sind nur einige Zeichen seiner großen Wertschätzung.
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