Große Trauergemeinde nimmt Abschied von Lore Wolf
Ein Familienmensch

Nabburg. (cv) Lore Wolf hatte viele Freunde, die sie ein Leben lang begleiteten. Entsprechend groß war die Trauergemeinde, die zur Verabschiedung in den Waldfriedhof gekommen war.

Die evangelische Pfarrerin Heidi Gentzwein erinnerte an die Herzlichkeit, Hilfsbereitschaft, den Humor und die Weltoffenheit der im Alter von 65 Jahren Verstorbenen. Nach der Heirat hatte Ehemann Walter Wolf die gelernte Krankenschwester aus Dettelbach nach Nabburg "entführt". 15 Jahre war Lore Wolf hier beim BRK in der ambulanten Krankenpflege tätig, ebenso ein Jahr im Schlaflabor. Ihre Arbeit bereitete ihr Freude, doch sie war in erster Linie ein Familienmensch und stets für ihre beiden Töchter, die beiden Enkelkinder da. Pfarrerin Heidi Gentzwein schilderte, wie couragiert Lore Wolf den Familienalltag und Arbeiten am Haus managte, wenn ihr Ehemann längere Etappen als polizeilicher Sicherheitsberater im Ausland tätig war. Doch an seiner Seite lernte Lore Wolf auch viele Länder und Nationalitäten kennen, war in Äthiopien und Afghanistan, lebte geraume Zeit in New York und Brindisi. "Ihre Weltoffenheit bereicherte", so Gentzwein.

Am Lebensmittelpunkt Nabburg war der Garten Lore Wolfs großes Hobby. Sie sang Jahrzehnte mit Freude im evangelischen Kirchenchor und engagierte sich seit 1977 bei der Kolpingfamilie Nabburg. Vorsitzendem Kurt Koppmann fielen seine Abschiedsworte nicht leicht: 38 Jahre half Lore Wolf bei Veranstaltungen, beim Brünnl-Frauentag oder bei den Altkleidersammlungen: "Wenn es was zu tun gab, brauchte man Lore nicht bitten. Sie tat es gerne".
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