Großer Andrang bei Faschingsball - "Bananas in Pyjamas": Ausgefallene Kostüme
Schützensaal wird zum Tollhaus

Das "Doppelte Mariechen" der Faschingsgesellschaft Botzersreuth schwang sich beim Schützenball atemberaubend durch die Lüfte des Schützensaales. Die Narrenschar quittierte den Auftritt der beiden Tänzerinnen mit tosendem Applaus. Bild: edo
Volle Hütte und tolle Hüte: So lässt sich die 15. Auflage des Schützenfaschings am besten beschreiben. Dabei setzen die Verantwortlichen nahezu immer auf das gleiche Programm - und die Kontinuität zahlt sich offensichtlich aus.

Für den Höhepunkt des Abends war auch heuer die Faschingsgarde Botzersreuth zuständig. Unter dem Motto "Karneval in Rio" präsentierten die Tänzer atemberaubende Einlagen. Besonderen Applaus erntete das "Doppelte Mariechen": Mit perfekt einstudierten Bewegungen, Elementen des Synchrontanzes und gewagten Figuren lösten die beiden Tänzerinnen wahre Begeisterungsstürme aus.

Kleine Gastgeschenke in Form von Ehrenmedaillen hatte der Botzersreuther Elferrat für die örtliche Prominenz dabei. Die Faschingsorden überreichte Schützen-Vorsitzender Gerhard Thurn heuer an Polizist Manfred Plößner, Unternehmer Stephan Schneider, Sägewerksbesitzer Gerhard Speckner (Oberhammermühle) und den Finanzexperten Manfred Busch aus Vorbach.

Für einen vollen Tanzboden sorgte das "Trio infernale" vom "Horrido-Express". Den drei inzwischen im "Club der 30-Jährigen" angekommenen Männern gelingt es nach wie vor, Jung und Alt mit lockeren Sprüchen und einer gelungenen Musikauswahl in Hochstimmung zu versetzen.

Ideenreich zeigten sich die Besucher bei der Kostümwahl. "King" Elvis Presley, "Bananas in Pyjamas", ungeliebte Stromtrassen - hierfür waren die Gäste aus den benachbarten oberfränkischen Ortschaften zuständig - glückliche Hühner oder Panzerknacker: Die Palette war bunt. Hinter den Kulissen leisteten Küchenteam und Service Schwerstarbeit für das leibliche Wohl der Gäste.

Auf die Frage, ob nicht eventuell Änderungen im Programm angedacht seien, entgegnete ein Vorstandsmitglied augenzwinkernd: "Never Change a Winning Team." Einzig die Männertanzgruppe "Senk- und Spreizfuß", früher regelmäßig Bestandteil des närrischen Treibens, ist nicht mehr dabei, weil sie sich aufgelöst hat. "Vielleicht finden sich ja ein paar junge Männer, die in ihre Fußstapfen treten könnten" , richtete der Funktionär einen hoffnungsvollen Appell an die lokale Jugend.
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