Großer Kampf nicht belohnt

Die Negativserie hat weiter Bestand, doch die Moral ist intakt: Die Blue Devils haben Spitzenreiter EV Regensburg im Oberpfalzderby einen großen Kampf geliefert und einen Punktgewinn nur knapp verpasst. Trotz der 2:3-Niederlage feierten die Weidener Fans die Mannschaft wie nach einem Sieg.

Weiden. (gb) "Meine Mannschaft hat heute super gearbeitet und hätte mindestens einen Punkt verdient gehabt", sagte Devils-Trainer Josef Hefner. Und auch vom Gegner gab es viel Lob: "Kompliment an Weiden für diese Leistung", meinte der Regensburger Coach Doug Irwin. Freuen konnte sich nach einer turbulenten Schlussphase, in der mehrfach der Ausgleich in der Luft lag, nur Irwin, denn sein Team nahm die drei Punkte mit an die Donau und behauptete damit die Tabellenführung. Für die Blue Devils war das 2:3 (0:1, 1:2, 1:0) die 15. Niederlage in Folge.

"Weiden hat viel Druck gemacht und am Ende sind wir richtig ins Schwimmen gekommen. Doch als Tabellenführer wissen wir, wie man solche Spiele gewinnt", meinte der Regensburger Coach. Josef Hefner wertete es als positiv, dass die Mannschaft gesehen habe, dass "sie auch gegen den Tabellenführer mithalten kann". Doch als Letzter habe man nicht das nötige Glück. "Die Chancenverwertung ist das A und O und die hat heute nicht gepasst." Hefner ist aber überzeugt, dass seine Mannschaft sehr bald auch Gegner wie Regensburg schlagen könne: "Ich bin sicher, dass wir auch nächste Saison in der Oberliga spielen."

Beim Spitzenreiter fehlte mit dem verletzten Tschechen David Stieler ein Teil des gefürchteten "SOS"-Sturms. Zudem stand statt Stammkeeper Martin Cinibulk der 20-jährige Philipp Hähl zwischen den Pfosten. Der Youngster lieferte eine tadellose Leistung ab und hielt den Sieg seiner Mannschaft fest. Bei den Blue Devils feierte der Tscheche Jiri Kuchler seinen Einstand. Er blieb zwar ohne Scorerpunkt, deutete aber an, dass er ein wichtiger Spieler werden kann. "Ich wusste schon vorher, dass er heute keine fünf Tore schießen wird", sagte Hefner. "aber er ist ein Spieler, der als Center einen Block zusammenhalten kann. Marcel Waldowsky und Ales Jirik sind heute an ihm gewachsen."

Die Blue Devils boten dem klaren Favoriten von Anfang an Paroli. Die spielerischen Vorteile der Gäste, bei denen der Kanadier Louke Oakley auch ohne seinen Sturmpartner Stieler seine Klasse zeigte, glichen die Weidener durch großartigen Kampfgeist aus. "Das war heute von Beginn an ein brutaler Kampf. Wir haben gezeigt, dass wir den Abstiegskampf angenommen haben", sagte Marcel Waldowsky nach dem Match. Zunächst lief aber die Gäste alles nach Plan. Während die Devils ihre Möglichkeiten nicht nutzten und auch bei einer zweiminütigen doppelten Überzahl nicht erfolgreich waren, ging Regensburg durch Svatopluk Merka (10. und 22. Minute) und Vitali Stähle (31.) mit 3:0 in Führung.

Die Partie schien gelaufen, doch die Gastgeber zeigten Moral und gaben nicht auf. Noch im zweiten Abschnitt brachte der Anschlusstreffer von Daniel Willaschek (35.) Hoffnung. Im Schlussdrittel waren zunächst die Gäste drauf und dran, den Sack zuzumachen. Doch als Konstantin Firsanov (52.) das 2:3 gelang, war wieder alles offen. Die Weidener drängten auf den Ausgleich, der jedoch selbst in der Schlussminute bei sechs gegen vier nicht mehr gelang. Nach der Schlusssirene feierten die Weidener Fans trotz der Niederlage ihr Team. "So etwas habe ich noch nie erlebt. Das ist ein wichtiges Zeichen an die Mannschaft, dass die Fans hinter uns stehen. Das macht mich stolz", sagte Marcel Waldowsky.

Die nächste Chance, die Negativserie endlich zu beenden, haben die Blue Devils am Sonntag, 21. Dezember. Um 17.30 Uhr treten sie beim EHC Klostersee an.
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