Großer Tag für kleine Wehr

Seit 2002 hat sich die Pingartener Feuerwehr mit Ehrungen zurückgehalten. Doch beim Kommersabend am Samstag gab es einiges nachzuholen.

Für die kleine Wehr war es ein besonderer Abend , dies zeigte sich schon an den Ehrengästen - Landrat Thomas Ebeling, Kreisbrandrat (KBR) Robert Heinfling, Kreisbrandmeister (KBM) Heinrich Seltl und Bürgermeister Richard Stabl.

In seiner Einführung betonte Vorsitzender Stefan Haberl, dass jeder Verein Mitglieder brauche, besonders die Feuerwehr. Diese gilt es dann auch für ihre Treue zu ehren. In diesem besonderen Rahmen erhielten lang gediente Kräfte, die sich 25 und 40 Jahre aktiv dem Feuerwehrdienst oder der Vereinsarbeit verschrieben haben, die besondere Aufmerksamkeit. Haberl rief die Jüngeren auf, sich auf die Spuren dieser Kameraden zu machen. Besonders eine kleine Wehr wie Pingarten sei darauf angewiesen.

Bürgermeister Stabl führte aus, dass der Freistaat Bayern, der Landkreis, die Gemeinde Bodenwöhr und die Feuerwehr Menschen ehre, die seit Jahrzehnten zur Stelle seien, wenn es irgendwo darum gehe, Hilfe zu leisten. "Bürgerschaftliches Engagement ist für euch selbstverständlich. Und ich freue mich, dass es in der Gemeinde Bodenwöhr viele Menschen gibt, die so denken und handeln wie ihr", so der Bürgermeister.

Ohne die Kultur des Helfens fehle es an Wärme und Hoffnung. Die öffentliche Anerkennung soll zeigen, dass die Gemeinde das Tun und Wirken zu schätzen wisse. Deshalb habe der Gemeinderat beschlossen, dass diejenigen, die 40 Jahre aktiven Dienst geleistet haben, ihren Lebenspartner mit nach Bayerisch Gmein nehmen dürfen. Der Freistaat zahle dort ausschließlich den Aufenthalt für die Aktiven.

Landrat Ebeling bezeichnete es als "unschätzbaren Dienst, was die Feuerwehr beim Einsatz bringt". Der Verein gestalte das Dorfleben mit. KBR Heinfling bezeichnete es als richtigen Weg, Ehrungen in solch würdigen Rahmen abzuhalten. Die Aktivenzahl bei der Feuerwehr stagniere derzeit, aber noch könne man mit dem Nachwuchs die Lücken schließen. Die geehrten Aktiven nannte er Vorbilder. Ihr Ehrenamt sei nicht bezahlbar. Neben der Auszeichnung erhielten alle die Ehrenamtskarte und die 40-Jährigen den "FW40-Schein".

Georg Köppl, Georg Schießl und Johann Wild wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Dazu führte Vorsitzender Haberl aus, dass 1986 ein junger Vorstand unter Leitung des damaligen Vorsitzenden Johann Haberl gewählt wurde. Damit habe eine neue Ära begonnen. Es erfolgte der Start zu einer erfolgreichen Feuerwehr, die bald über die Grenzen der Gemeine für ihren Tatendrang und als starke Gemeinschaft bekannt wurde. Stellvertretend für diese damalige Führungsriege wurden für ihre herausragenden Leistungen und Verdienste um das Vereinswesen Köppl, Schißel und Wildzu Ehrenmitgliedern berufen. "Sie haben aus der einstmals kleinen Feuerwehr einen erfolgreichen Verein erwachsen lassen", sagte Haberl.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.