Gründen leicht machen

Das Gründerzentrum im Städtedreieck ist für die nächsten sechs Jahre gesichert. Dafür sorgten jetzt die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden und der Landrat.

Landrat Andreas Meier und die Bürgermeister Edgar Knobloch (Grafenwöhr), Werner Walberer (Pressath) sowie Klaus Lehl (Eschenbach) unterzeichneten im Notariat Eschenbach den Nachtrag zum Gesellschaftsvertrag des Gründerzentrums Grafenwöhr-Eschenbach-Pressath GmbH & Co.KG. Dieser sieht eine Kapitalerhöhung von 480 000 Euro bis 2020 vor. Diese wird in sechs Jahresraten zu je 80 000 Euro abgerufen, um das jährliche Betriebskostendefizit zu decken.

Das Gründerzentrum wies seit Eröffnung im Dezember 1996 Belegungsquoten von mehr als 90 Prozent auf. Damit sich die Existenzgründer bei subventionierten Mieten und Dienstleistungen in den schwierigen Gründerjahren auch gut entfalten können, bedarf es dennoch der Finanzspritzen der beteiligten Kommunen. Dies ist ein gewollter Effekt - eine kommunale Wirtschaftsförderung. Durch den unumgänglichen Auszug von Firmen wegen Ablaufs der vorgeschriebenen Höchst-Verweildauer kam es im vergangenen Jahr zum Einbruch bei den Belegungsquoten und damit auch bei den Einnahmen. Dadurch vergrößerte sich das Betriebskosten-Defizit.

Aktuell sind wieder mehr als 60 Prozent der verfügbaren Büro- und Hallenflächen vermietet, so dass sich die "Delle" des Jahres 2014 als einmaliges Ereignis darstellt und die Einnahmen zukünftig wieder steigen. Als nicht so einfach gestaltet sich jedoch die Suche nach geeigneten Firmengründern in Zeiten der Vollbeschäftigung, wie Geschäftsleiterin Christine Pöllath erklärte. Erfahrungsgemäß nehme die Neigung, sich selbstständig zu machen, in solchen Zeiten eher ab.

Nachdem noch einige Büroräume zu vermieten sind, appellieren Landrat Andreas Meier und die Bürgermeister aus Eschenbach, Grafenwöhr und Pressath an alle Existenzgründer, doch im Gründerzentrum vorzusprechen. Sollte deren Konzept tragfähig sein, so werde sich sicherlich eine Lösung finden, um die Start-up-Unternehmen auch entsprechend im Leuchtturm des Landkreiswestens unterzubringen. (Hintergrund)
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