"Grüne Engel" unerlässlich

Aus dem Ehrenamt verabschiedete Landrat Wolfgang Lippert den Marktredwitzer Horst Burger. Bild: hfz

Ihr Job ist nicht immer der einfachste. Oft stehen sie zwischen den Fronten. Und dennoch: Biberberatern, Hornissenbeauftragten und Naturschutzwächtern macht ihre Aufgabe mächtig Spaß.

So dankte Landrat Wolfgang Lippert bei einem Treffen im Gasthaus Gleißner in Muckenthal den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde für die Arbeit der vergangenen Jahre. "Sie alle müssen sich manchmal einige nicht sehr freundliche Worte anhören, wenn sie die Kontrollen durchführen", wusste der Landrat und verwies auf einen nicht unerheblichen Zeitaufwand.

So seien Naturschutzwächter oft bis zu 240 Stunden im Jahr unterwegs, Biberberater durchschnittlich 70 bis 160 Stunden, Hornissenberater teilweise bis zu 50 Stunden. Und ohne die Ehrenamtlichen könnten so manche Hilfestellungen nicht mehr oder nur in geringerem Umfang geleistet werden.

"Sie entlasten die Fachkräfte und sind einfach vor Ort, wenn was ist", lobte der Landrat und erinnerte an zusätzliche Aufgaben im Umweltbildungsbereich, etwa bei Führungen von Jugendgruppen oder der Teilnahme an speziellen Veranstaltungen wie den Fischwochen.

Eigentlich endet am 31. Dezember die bisherige Bestellung der Biberberater. Die wurde jetzt verlängert, da sie - mit einer Ausnahme - alle weitermachen wollen. So überreichte ihnen der Landrat die offizielle Urkunde. Peter Minssen ist zuständig für die Bereiche Waldsassen, Konnersreuth, Mitterteich, Leonberg. Falkenberg und Neualbenreuth, Manfred Haas für Thumsenreuth, Krummennaab, Reuth bei Erbendorf, Friedenfels und Wiesau; Berthold Popp für Immenreuth, Kulmain, Neusorg, Ebnath und Brand; Hubert Platzer für Plößberg, Tirschenreuth, Bärnau und Mähring. Hans Rösch, der die Gebiete Kemnath, Kastl und Erbendorf betreut, war an dem Abend verhindert und erhält das Schreiben auf dem Postweg.

Im Kreise seiner bisherigen Kollegen verabschiedet wurde Horst Burger, der gesundheitlichen Gründen nach elf Jahren um Entlassung aus diesem Ehrenamt gebeten hatte. Der Marktredwitzer war nicht nur Biberberater, sondern hatte sich auch zusätzlich als Biberführer qualifiziert. So nahm er Jugendgruppen und Schulklassen mit in die Biberreviere und informierte die jungen Leute über das Leben und Wirken "Meister Bockert". Zusätzlich ist Burger auch noch seit 1992 als Naturschutzwächter tätig. Für sein nachhaltiges Engagement war ihm vor Jahren schon der "grüne Engel" verliehen worden.

Bis ein Ersatz für Horst Burger gefunden ist, werden die anderen fünf Biberberater dessen Aufgaben in den Bereichen Fuchsmühl, Pullenreuth, Waldershof und Pechbrunn mit übernehmen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Muckenthal (68)Dezember 2014 (1863)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.