Grüne nehmen Arbeit des Marktrates ins Visier - Auch Flüchtlinge ein Thema
Kritische Worte

Der Ortsverband der Brucker Grünen traf sich, um aktuelle Themen zu erörtern. Marktrat Manfred Pfauntsch zeigte sich laut einer Pressemitteilung enttäuscht über die Arbeit im Gemeinderat. Seit mittlerweile eineinhalb Jahren liege ein Antrag der Grünen zur Marktkern-Belebung der Gemeinde vor. Eine Abstimmung darüber habe es noch nicht gegeben.

Als einzige konkrete Maßnahme des Marktrates zur Belebung des Ortskerns in den vergangenen Jahren hätten die Grünen ein Förderprogramm zur barrierefreien Erschließung von Geschäftsgebäuden und damit verbundener Attraktivitätssteigerung auf den Weg gebracht. Dies werde jedoch nicht in Anspruch genommen, merkte Pfauntsch an. "Besonders traurig ist dies bei den beiden Banken. Als öffentliche Gebäude sollten diese bei der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum Vorreiter sein." Trotz persönlicher Vorsprache hätten beide Filialleiter die Ideen und Bemühungen als unwirtschaftlich und überflüssig abgetan.

Auch das Thema Flüchtlinge stand im Fokus. Rudi Sommer sagte: "Sie kommen nicht aus Spaß, sondern weil in ihrer Heimat unmenschliche Zustände herrschen." Cornelia Horner findet es besonders wichtig, vor Ort zu helfen. Denn gerade Kinder, Frauen und Alte hätten es schwer, nach Deutschland zu kommen. Man dürfe nicht vergessen, den Flüchtlingen in den Nachbarländern der Kriegsgebiete zu helfen, die sich den Weg nach Europa nicht leisten können. Nach einem der niederschlagärmsten Jahre des neuen Jahrtausends, blickten die Grünen kritisch auf den Umgang mit dem Trinkwasser in Bruck. Ein Trinkwasserbrunnen soll laut Marktrats-Beschluss aufgegeben werden, weil er zu nahe an der Tankstelle und der B85 liegt und die Qualität seines Einzugsgebietes von der Fördermenge und Qualität nachgelassen hat.

Kurz nach diesem Beschluss ist ein Wasserrohr in der Hauptleitung gebrochen. Weil die verbliebenen beiden Brunnen sich im Südwesten des Marktes befinden und die Wasserleitung durch den Markt sehr knapp ausgelegt ist, kam es zu Versorgungsengpässen. Es wurde beschlossen, ein Förderprogramm für Regenwasserzisternen im Marktrat zu beantragen.
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