"Grüner Hügel" nicht machbar

Der neue Kreisverkehr sorgt für freudige Erwartung. Einen Dämpfer gab es indes am Dienstagabend bei der Sitzung des Marktrates. Aus einem ansprechend gestalteten Hügel im Zentrum des Kreisels wird nämlich nichts.

Teilweise erheblicher Diskussionsbedarf bestand bei der Marktratssitzung am Dienstagabend im Rathaus. Zunächst ging es um die Trinkwasserversorgung im Ortsbereich von Bruck. Diplom-Ingenieur (FH) Horst Habazettl von der Firma EBB Ingenieurgesellschaft aus Regensburg präsentierte die Bedarfsplanung und drei verschiedene Lösungsvorschläge.

Die Wasserversorgung erfolge durch die Brunnen II, III und IV. Brunnen II sei der älteste und gleichzeitig der mit der geringsten Fördermenge. Dennoch könne auf diesen noch nicht verzichtet werden, da er der Versorgung der Ortsteile Mappach, Birkhof, Vorder- und Hinterrandsberg zwingend erforderlich sei, so der Referent. Das Landratsamt habe bis zum 31. Dezember 2020 eine befristete beschränkte wasserrechtliche Erlaubnis erteilt.

Gutachten abwarten

Von den drei Lösungsmöglichkeiten der Firma EBB gaben die Räte einstimmig ihr Votum dafür, dass in das bestehende Gebäude der bisherigen Wasseraufbereitungs- und Entsäuerungsanlage am Geh- und Radweg nach Mappach ein Überhebepumpwerk eingebaut und der Hochbehälter in Vorderrandsberg saniert oder erneuert wird. Nach der baulichen Umsetzung soll der Tiefbrunnen II außer Betrieb genommen und die Wasserversorgung mit den beiden vorhandenen Brunnen III und IV sichergestellt werden. Ein Gutachten soll darüber entscheiden ob man einer Sanierung oder einem Neubau den Vorzug geben will.

Ebenfalls einmütig folgte das Gremium dem Beschlussvorschlag hinsichtlich einer interkommunalen Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Steinberg am See in Bezug auf den Breitbandausbau. Einen breiten Raum nahm der Antrag der Fraktion "B' 90/Die Grünen" ein, auf Gründung einer Arbeitsgruppe "Ortskern Bruck". Übereinstimmend werteten die weiteren Fraktionen diese Thematik rund um die Belebung des Ortskerns als sehr wichtig. Einstimmig beschlossen sie, im Herbst das Thema in einer Klausurtagung zu behandeln, davor die Leerstände zu ermitteln, Fachleute einzuladen, um eine Basis zu haben für die weitere Vorgehensweise.

Im Außenbereich

Den "grünen Hügel" in Bayreuth brachte Bürgermeister Hans Frankl beim nächsten Punkt "Errichtung einer Kreisverkehrsanlage am Schnittpunkt der St 2150/SAD 1" ins Spiel. Hier hatte die FWG-Fraktion einen Antrag auf optische Gestaltung der Kreiselüberhöhung mit Symbolen und Namenszügen als Hinweis auf den Markt Bruck gestellt, der bereits mehrheitlich befürwortet worden war. In einem Schreiben des Landratsamtes wurde dieses Ansinnen abgelehnt. Der Dreh- und Angelpunkt dieser Ablehnung liegt darin, dass es sich um eine Maßnahme außerorts handle.

Nach einer kontrovers geführten Diskussion wurde mit einem Stimmverhältnis von 11:5 (ein Rat war gerade nicht anwesend) der Beschluss zur optischen Gestaltung der Kreiselüberhöhung aufgehoben. Mit dem gleichen Stimmverhältnis wurde beschlossen, dass keinerlei Gestaltung mit Symbolen und Namenszügen erfolgt. Es bleibt somit beim "grünen Hügel", wobei das staatliche Bauamt Amberg-Sulzbach für die Pflege zuständig ist.

"Dirt-Bike-Park" gestrichen

Der nächste Tagesordnungspunkt machte zwei Abstimmungen erforderlich. Dabei ging es um den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014 bis 2020. Ein einstimmiger Beschluss wurde über die im Entwicklungskonzept des Seenlands Oberpfälzer Wald vorgesehenen Maßnahmen des Marktes Bruck und über die für den gesamten Kooperationsraum geplanten Maßnahmen (Priorisierung) gefasst.

Zuvor aber sprach sich das Gremium mit einem Stimmverhältnis von 13:4 für die Streichung des Dirt-Bike-Parks am Sulzbach aus. Einstimmig stellte der Marktrat die Jahresrechnung des Marktes für das Haushaltsjahr 2013 fest und beschloss die Entlastung.
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