"Grüß Gott, ihr Ponyreiter"

Vorsitzende Anna Schwaiger (links) und Zweiter Bürgermeister Josef Sturm (rechts) zeichneten die langjährigen Mitglieder Reinhard Schwaiger, Marianne Zweck, Karl Böhm, Lieselotte Wifling und Johann Zweck aus. Zweck wurde außerdem zum Ehrenmitglied ernannt. Bild: nib

Niemand hat den Kegelverein "Gut Holz Fensterbach" so geprägt, wie Johann Zweck. Beim 40-jährigen Bestehen wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Zweck wusste Amüsantes über die Anfänge zu erzählen.

Fensterbach-Wolfring. (nib) Das Wohl des Vereins war ihm laut der Vorsitzenden Anna Schwaiger "stets Auftrag und Anliegen". So war Johann Zweck von 1975 bis 1997 erster Vorsitzender. Zudem stand er dem Verein von 1975 bis zur Saison 1994/95 als aktiver Spieler zur Verfügung und hat dabei viele sportliche Erfolge gefeiert.

Für Nachwuchs eingesetzt

Vorsitzende Anna Schwaiger freute sich über eine gut besuchte Veranstaltung am Feuerwehrhaus in Wolfring. Gegründet wurde der Verein am 5. März 1975. Aktuell sind eine Damenmannschaft in der Bezirksoberliga, eine Herrenmannschaft in der Bezirksliga und eine gemischte Mannschaft im Spielbetrieb. Besonders stolz war die Vorsitzende auf die beiden Jugendmannschaften, die sich aktuell im Spielbetrieb befinden. Zwei Übungsleiter und seit neuestem auch zwei Jugendleiter kümmern sich um die Ausbildung des Nachwuchses. Schwaiger dankte allen, die sich in den 40 Jahren um die Nachwuchsarbeit verdient gemacht haben, insbesondere Lieselotte Wifling, die sich 20 Jahre für die Jugend einsetzte. 81 Mitglieder zählt der Verein. Davon sind 19 aktiv im Spielbetrieb und 11 Jugendliche.

Den Rückblick auf 40 Jahre Kegelverein übernahm Johann Zweck. Über viele Jahre habe man die Sportkegler aus Fensterbach mit "Grüß Gott, ihr Ponyreiter" begrüßt. Dies war dem ersten Namen des Vereins geschuldet, denn die Gründungsväter hatten sich für "Gut Holz Ponyhof Wolfring" - wo anfangs gekegelt wurde - entschieden. Die Umbenennung in "Gut Holz Fensterbach" fand 1983 statt. Seit 1995 kegelt der Verein auf den vier Bahnen in Sportpark in Schwarzenfeld. "Die ersten Anfänge waren schwierig. "Wir hatten kaum Ahnung von der Sportart und wenig Geld", blickte Zweck zurück. Große Hoffnungen setzte der Verein auf den ersten Sportwart Josef Bartmann. Dieser sei allerdings nach wenigen Wochen verstorben. Die ersten Einnahmen bescherte das "Bandengeld" so Zweck.

Sportlich startete der Verein mit einer Herrenmannschaft in die Saison 75/76. Bereits in der zweiten Saison trat der Verein mit zwei Herren- und einer Damenmannschaft an. 1977 konnte der Verein beim Pokalturnier 118 Mannschaften auf den beiden Kegelbahnen in Wolfringmühle begrüßen. Sportliche Höhepunkte waren die guten Platzierungen bei Bayerischen und Deutschen Meisterschaften sowie der Aufstieg der Damenmannschaft in die Landesliga.

Großer Mehraufwand

Johann Zweck erinnerte bei seiner Rückschau an zahlreiche Vorstandsmitglieder, die den Verein maßgeblich mit gestaltet hatten. Großes Augenmerk legte der Verein von Beginn an auf die Jugendarbeit. Da keine geeigneten Anlagen im Gemeindegebiet vorhanden sind, müssen Training und Wettkämpfe im Sportpark in Schwarzenfeld absolviert werden. Dies stellt für den Verein und seine Mitglieder einen erheblichen organisatorischen und auch finanziellen Mehraufwand dar.

Zweiter Bürgermeister Josef Sturm gratulierte dem Verein zum Jubiläum. Mit Mitgliedern aus allen Ortschaften und Fensterbach im Namen leiste der Verein einen wichtigen Beitrag zum Zusammenwachsen der Gemeinde. Lob gab es von ihm auch für die Jugendarbeit als wertvollen Beitrag zum Gemeinwesen.
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