Gruß an die Muttergottes

Marterln und Feldkreuze - stumme Zeugen aus einer anderen Zeit. Es sind christliche Kleinstanlagen an Straßen und Wegen, hinter denen oft Schicksale oder einfach tiefer Glaube stehen. Da "begegnet" man immer mal welchen, die eher verwaist, vergessen, verwahrlost wirken, um die sich niemand kümmert. Das Material ist verwittert, die Schriftzüge unleserlich, das Umfeld öde.

Um so erfreulicher sind solche, wo sich Idealismus und pflegende Hände erkennen lassen. Der Bildstock vom Hinkackerweg am Bernbühl bei Gmünd, bekannt als "Gilch-Marterl", ist so ein Kleinod. Beeindruckend eingerahmt von zwei mächtigen Linden, zeigt er ein Bild Mariens und die Inschrift: "O schmerzhafte Muttergottes. Bitt für uns." Angebracht darunter ist eine Art Holzschrein mit der Figur der Schwarzen Madonna und dem Jesuskind auf dem Arm.

Neben dem Marterl in einer Vase ein Strauß frischer Blumen, auf frisch gerechter Erde davor sind sorgfältig weiße Feldsteine gelegt. Auffallend: Marterl und Schrein waren bei der Aufnahme regelrecht bevölkert von Marienkäfer. Wer weiß, vielleicht grüßten sie ja Maria im Rosenkranzmonat Oktober.
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