Günter Sertl bleibt Chef der SPD

Günter Sertl (links) und sein Stellvertreter Norbert Gradl (rechts) stehen weiterhin an der Spitze des SPD-Ortsvereins. Mit im Bild die weiteren Vorstandsmitglieder und MdB Uli Grötsch (Vierter von rechts). Bild: cs

Mit einer kaum veränderten Mannschaft im Hintergrund führt Günter Sertl weitere drei Jahre den SPD-Ortsverein. Erneut stellten ihm in geheimer Wahl 38 stimmberechtigte Genossen von insgesamt 115 Mitgliedern Norbert Gradl als 2. Vorsitzenden an die Seite.

Im Blick zurück auf den Ausgang der Kommunalwahlen 2014 mit fünf Mandatsträgern und einem Ortssprecher gab sich Sertl zufrieden aufgrund der Situation, dass kein eigener Bürgermeisterkandidat ins Rennen geschickt wurde und zum anderen Stimmenfänger wie Helmut Ott und Georg Gsell fehlten.

"Hausaufgaben erledigt"

"Es könnten mehr sein", fand der Vorsitzende hinsichtlich der Teilnahme von Vorstandsmitgliedern an den öffentlichen Stadtratssitzungen. Viele Maßnahmen konnten abgeschlossen werden, vieles steht in der nächsten Zeit noch an, wobei für einiges der Anstoß aus der Fraktion der Sozialdemokraten kam. So wurde aus dem Überblick auf die Stadtratsarbeit durch Fraktionsvorsitzenden Dr. Edmund Goß bei der Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins deutlich: "Die Stadt hat die Hausaufgaben erledigt", darunter auch die Abwasserbeseitigung im Umland.

Unter den anstehenden Projekten nannte Dr. Goß die Neugestaltung der Oberen Vorstadt, wobei die entscheidende Sitzung im November stattfindet. Auch mit der Sanierung des städtischen Kindergartens wird eine nicht unerhebliche Summe auf die Stadt zukommen. "Aber es muss sein, um konkurrenzfähig zu bleiben." Direkter spüren werden die Bürger wohl die Sanierung des Rathauses. Insbesondere eingebracht hat sich dem Fraktionsführer zufolge die SPD bei der Umgestaltung des Festplatzes, definitiv mit dem Vorschlag zum Baugebiet, wie im Wahlprogramm enthalten. In Auftrag gegeben ist bereits das Parkkonzept für die Innenstadt im Zuge der Verkehrsüberwachung. Unter den kleineren Maßnahmen sei es SPD-Idee gewesen, sich im Bereich Behälterweiher/Tankstelle nicht nur mit der Asphaltierung zu begnügen und gleich "Nägel mit Köpfen" zu machen.

Anschub durch sozialdemokratisches Engagement seitens des Ortssprechers Wolfgang Wiesent kam auch für die Sanierung des Dorfplatzes in Zogenreuth. Annehmen will man sich, von Nitzlbucher Bürgern darum gebeten, auch des Themas Verschönerung des Dorfplatzes in Nitzlbuch. Aufgrund deutlich erhöhter Geschwindigkeit, mit der hier gefahren wird, sei eine Verbesserung der Verkehrssituation in der Rosenhofer Straße notwendig.

Schwimmer unterstützen

"Zu viel Reglement", war der Grund für die SPD gegen den von Aufschwung Auerbach eingebrachten Antrag zur Überarbeitung der Vereinsförderrichtlinien zu intervenieren. Ein Antrag der Schwimmsparte des SV 08 würde dieser Förderrichtlinie widersprechen. Die klare Aussage des Fraktionssprechers dazu: "Wir werden die Schwimmer unterstützen", wie man dies auch bei der Suche nach einem neuen Kraftraum praktiziert habe.

Bei der Klausurfahrt der SPD-Fraktion am Samstag in Begleitung der Landschaftsarchitektin Ursula Barth werden Dorfplatzerneuerung und Friedhofssanierung im Mittelpunkt des Interesses stehen. "Frauen sind die Lösung, aber nie ein Problem", gab Elisabeth Kolleng, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, dem starken Geschlecht mit auf den Weg. Sie sprach von einer super guten Zusammenarbeit mit dem Ortsverein.

"Flucht und Asyl" stellte MdB Uli Grötsch als Gastredner in den Mittelpunkt. Das Thema überschatte viele andere Themen momentan. Aber es sei enorm wichtig, als SPD-ler darüber zu reden, in der Partei und mit den Menschen im Alltag. "Über diesen Sommer werden wir noch lange Zeit sprechen", so seine Prognose,

Größte Herausforderung

"Wir stehen vor der größten Herausforderung seit der Wiedervereinigung." Dennoch gab sich der Abgeordnete zuversichtlich: "Wir werden es schaffen." Er rief dazu auf, sich nicht beirren zu lassen, etwa durch Gerüchte über einen Anstieg der Kriminalität.
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