Gute Argumente auf beiden Seiten

"Kindererzieher und -pfleger müssen aufgewertet werden, auch finanziell." Speinsharts Bürgermeister Albert Nickl hat durchaus Verständnis für die Forderungen der Beschäftigten in der Kindererziehung. "Die Anforderungen an die Beschäftigten sind in den letzten Jahren extrem gestiegen. Es ist nur fair, wenn die Mitarbeiter dafür auch mehr Geld bekommen."

Allerdings dürften die Kommunen nicht durch eine Hauruck-Entscheidung überfordert werden. Die Gewerkschaften fordern eine höhere Eingruppierung der Berufsgruppen. Eine solche höhere Einstufung würden für die Beschäftigten eine sofortige Erhöhung um zehn Prozent bedeuten. Klamme Kommunen würde dies vor Probleme stellen, sagt Nickl.

Der Bürgermeister rechnet vor, dass diese Erhöhung der Gemeinde Speinshart im Jahr rund 27 000 Euro kosten würde. "Dabei haben wir eine kleine Einrichtung mit nur zwei Gruppen." In größeren Einrichtungen seien die Summen dementsprechend höher. Die letzte Gebührenerhöhung habe der Gemeinde Speinshart lediglich 6000 Euro gebracht.

Nickl hofft deshalb, dass sich die Tarifparteien auf einen Kompromiss einigen. Er könnte sich vorstellen, dass es eine stufenweise Anhebung über mehrere Jahre gibt. So könnten sich die Träger auf die wachsende Belastung einstellen. (wüw)
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