Gute Infrastruktur besondere Chance
Nachgefragt

Waldsassen/Weiden. (pz) "Das ist der erste Fall, dass eine Firma durch das politisch gewollte Embargo Insolvenz anmelden muss", sagt Rechtsanwalt Alexander Kießlich. Der Weidener Jurist ist Insolvenzverwalter der Jarni pivovar s.r.o - der Produktionsbetrieb von Braumeister Jaroslav Malkovský, der sich am Stationsweg eingemietet hatte. Kießlich bestätigt die Ursachen der Zahlungsunfähigkeit - die Exportbeschränkungen, die Erhöhung der Biersteuer in Russland.

"Die Zieglerbrauerei an sich ist nicht betroffen", unterstreicht Kießlich und ist guter Dinge, dass für das Traditionsunternehmen eine Nachfolge-Lösung gefunden wird. Dabei stellt der Rechtsanwalt die gute Zusammenarbeit mit Ulrika Hart heraus. Sie sei in die Bemühungen um die Weiterführung mit eingebunden. "Es gibt eine funktionierende Infrastruktur", sagt Kießlich im Hinblick auf die Investitionen in neue Brauereitechnik. Hoffnungen auf eine Fortsetzung der Tradition wären nicht aussichtslos.

"Das ist eine Weiterentwicklung und eine Chance", erklärt auf NT-Anfrage auch Ulrika Hart über die Investitionen als gute Voraussetzung für einen Neustart. "Die Gespräche laufen auf unterschiedlichen Ebenen", sagt die Brauerei-Chefin, hält sich aber ansonsten zu Einzelheiten bedeckt. Die Geschäftsführerin spricht aber von "optimistischen Signalen". Und davon, dass der Schwerpunkt künftig wieder mehr im regionalen Bereich liegen soll. Ulrika Hart legt Wert auf die Feststellung, dass die Zieglerbrauerei nicht insolvent ist.
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