"Gute Stube" als Treffpunkt

Zwei Teile, ein Gebäude: So könnte nach einer ersten Planung das neue Gemeinschaftshaus einmal aussehen. Im gemauerten Teil rechts sollen die "gute Stube", Toiletten und die Haustechnik Platz finden, die Halle links soll in Holzbauweise entstehen und als Unterstellfläche dienen.

Dass es ein Gemeinschaftshaus in Altzirkendorf geben soll, ist unbestritten. In einer entscheidenden Frage sind sich die Einwohner aber noch nicht einig: Soll der Hallenanbau aus Holz oder Stein sein?

Ein Haus für die Dorfgemeinschaft soll es werden - nicht zu groß, nicht zu pompös, dafür aber praktisch: Architekt Wolfgang Schultes stellte in einer Bürgerversammlung in der Gaststätte Kohl vor knapp 40 Zuhörern eine mögliche Variante für eine Multifunktionshalle vor.

Schultes ging für seinen Entwurf von einer Gesamtgröße von 18 mal 10 Metern aus. Die "gute Stube" als Treffpunkt für Jung und Alt soll dabei eine Größe von 40 Quadratmetern einnehmen. Vorgesehen sind zudem zwei Toiletten, ein Haustechnikraum und ein Windfang. Die Stube soll gemauert sein, als Heizquelle soll ein Holzofen dienen.

Als Unterstellfläche gedacht

Für die angrenzende Halle - unter anderem mit zwei großen Toren - hat Schultes knapp 100 Quadratmeter veranschlagt. Sie soll in erster Linie als Unterstellfläche genutzt werden. Eine Heizung ist dort nicht geplant, als Bauweise ist Holz vorgesehen. Angedacht für das gesamte Gebäude ist ein Satteldach mit einer Neigung von 25 Grad.

Die grobe Kostenberechnung sieht für diese Variante 171 000 Euro vor. Die Förderung beläuft sich auf gut 94 000 Euro, so dass 77 000 Euro übrig bleiben. Als Eigenleistungen der Bürger sind 35 00 Euro angesetzt, die wiederum mit 55 Prozent bezuschusst werden (19 250 Euro). Als Gemeindeanteil würden dann knapp 58 000 Euro übrig bleiben.

Die folgende Diskussion machte aber deutlich, dass eine wichtige Frage - die sicherlich auch Einfluss auf die Kosten hat - noch konträr diskutiert wird: Denn nicht jeder Altzirkendorfer ist ein Anhänger einer Holzbau-Lösung für die Halle. Mehrere Bürger brachten die Frage vor, ob nicht vielmehr auch dieser Gebäudeteil gemauert werden sollte.

Architekt Wolfgang Schultes wurde damit beauftragt, eine entsprechende Gegenüberstellung der Kosten zu erarbeiten, die anschließend an die Bürger weitergegeben werden soll. Sollte Bedarf bestehen, würde die Marktgemeinde auch nochmals zu einer Bürgerversammlung eingeladen, sagte Bürgermeister Jürgen Kürzinger.
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