Gymnasiasten diskutieren in Berlin
Schulen

Eschenbach/Berlin. (stg) Als sehr diskussionsfreudig zeigten sich die Schüler der Q12 des Gymnasiums Eschenbach. Mit ihren Lehrkräften Andrea Hofmann und Christian Gnahn unternahmen sie eine Studienfahrt nach Berlin. MdB Albert Rupprecht lud sie ins Paul-Löbe-Haus ein. Nach einer Sicherheitskontrolle und dem Tausch der Personalausweise gegen Besucherausweise wurden alle Teilnehmer von einer Mitarbeiterin Rupprechts begrüßt.

Im Anschluss gab es mit dem Abgeordneten in einem Sitzungssaal für Ausschüsse ein sehr facettenreiches Gespräch. Ohne große Umschweife griffen die jungen Leute brennende Themen auf. So zum Beispiel die dringende Reform der momentanen Flüchtlings- und Asylpolitik - gerade mit Blick auf die Ereignisse in Bayern - oder auch das internationale Handelsabkommen "TTIP" der EU mit den USA und die damit verbundenen Probleme und Befürchtungen von Teilen der EU-Bevölkerung.

In diesem Zusammenhang wies Rupprecht vor allem auf die seiner Ansicht nach starken Verzerrungen der Medien hin, die die Meinung in der Bundesrepublik nicht nur in Ausnahmefällen stark beeinflussen. Auch heikle Fragen, wie die nach der Rolle deutscher Waffenexporte in Staaten mit - aus demokratischer Sicht - fraglichen Regimes, die von den Schülern angesprochen wurden, wurden von Rupprecht eingehend und vor allem sehr persönlich beantwortet. Die Tatsache, dass er persönliche Meinungen von Parteiinteressen klar trennte, fanden die Schüler sehr beeindruckend.

Sehr schülerzentriert wurde auch über die Problematik und die dringend notwendigen Änderungen am aktuellen G8 am Gymnasium gesprochen - und auch was für die männlichen Abiturienten danach noch kommen könnte: Die potentielle Wiedereinführung einer Wehrpflicht, die für den Referenten völlig vom Tisch ist. Aufgrund der vielseitigen Diskussionen war die Stunde mit dem Abgeordneten nicht nur randvoll mit Informationen, sondern auch sehr kurzweilig.
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