"Hab ein Lied auf den Lippen"

Mit dem Gruppen-Männerchor setzte Marco Brunner den klangvollen Schlusspunkt. Bild: fm

Chöre aus Etzelwang, Oed, Hartmannshof, Haunritz und Fürnried gingen am Samstag auf eine Sternfahrt. Ihr Ziel war der Saal des Landgasthofs Sternwirt.

Traditionell begrüßen die Vereine der Sängergruppe Jura das Frühjahr mit einem bunten Strauß an Melodien. Das Konzert gehörte zum "kleinen Jubiläum" des Männergesangvereins (MGV) Högen, der an seine Gründung vor 110 Jahren erinnerte.

Hans-Werner Haas, der Vorsitzende der Gastgeber, trat nach der Begrüßung gleich in die Reihen seiner Mitsänger. Geleitet von Gerhart Neubauer, stimmten sie "Seid willkommen, liebe Gäste" an.

Talent, Fleiß und Herzblut

Einen beschwingten Abend erwartete Weigendorfs Bürgermeister Reiner Pickel, der sich auf die Darbietungen freute. "Alle vereint das gemeinsame Hobby, das aber Talent und Fleiß zum guten Gelingen erfordert", sagte er. Genauso sah es auch der neue Pfarrer Markus Vedder und fügte noch das Herzblut als Triebfeder der Akteure an: "Beim Singen werden die Gefühle ausgedrückt und berühren die Seele."

Das Lob auf den Chorgesang unterstrich die neue Geschäftsführerin des Sängerkreises Hersbruck, Elisabeth Hensel, mit dem Wahlspruch "Hab ein Lied auf den Lippen". Die Weltsprache Musik gehöre zu den schönen Kulturgütern und biete mehr als nur einen Zeitvertreib. Sie ermunterte, nicht nur zuzuhören, sondern selbst aktiv werden.

Den Reigen der Lieder setzte der gemischte Chor des Sängerbunds Oed um Sylvia Götz mit "Viva, die Stunde sei ein Fest" und dem Ohrwurm "Aber dich gibt's nur einmal für mich" fort. Dabei begleitete Christoph Utz die Sänger am Klavier.

Beim MGV Etzelwang führt Marco Brunner den Stab. Sein Chor überreichte einen "kleinen Blumenstrauß" und ließ das "Lied der Berge" (La Montanara) folgen. Eine besondere Klangfülle entfaltete der gemischte Gruppenchor des MGV Hartmannshof und des Sängerbunds Oed. Birgit Rösch dirigierte ihn bei "Wie schön blüht uns der Maien" und "Süß Liebe liebt den Mai".

Ein Trinklied spendierte der MGV Haunritz unter Schanna Ibler und sang die etwas wehmütige Weise des zweifelnden Bajazzo. Die schüchternen Anfragen des MGV Fürnried unter Leitung von Werner Müller beim "Erlaube mir fein's Mädchen" erinnerten an eine vergangene Zeit. Die ländliche Idylle beim Heimatlied "Rauschen die Quellen" passte gut ins Tal des Högenbachs.

"Einen Abend bei Paul Lincke" verbrachte der gemischte Chor des MGV Hartmannshof, dirigiert von Birgit Rösch und am Klavier begleitet von Manfred Süß. Es gab ein Wiederhören mit den Liedern des bekannten Komponisten, an der Spitze der Schlager "Das ist die Berliner Luft".

Vier Chöre vereint

Zum Abschluss taten sich die vier Männerchöre aus Etzelwang, Fürnried, Haunritz und Högen zusammen. Marco Brunner leitete das imponierende Ensemble beim fröhlichen Volkslied der "drei lachenden Mädchen" und den getragenen Stücken "Die Sonne sank, der Abend naht" und "Abend wird es wieder".

Hans-Werner Haas dankte allen Beteiligten für den gelungenen Abend: "Mit einer so guten Einstellung hat der Chorgesang auch künftig seinen Wert im Kulturleben."
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