Händler sparen sich den Rabatt

121 Buben und Mädchen besuchen gegenwärtig die Grundschule in Dürnsricht. Pro Nase berappen die Gemeinden Schmidgaden und Fensterbach rund 2000 Euro als sogenannte Umlage. Dem Landratsamt Schwandorf fiel derweil an Rechnungen für Bücher aus früheren Jahren etwas auf.

Mit der Verabschiedung des Haushalts hat der Schulverband Fensterbach die finanziellen Weichen für das Jahr 2015 gestellt. Kämmerer Thomas Rambach erläuterte das Zahlenwerk. Es schließt im Verwaltungsetat mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 260 300 Euro.

Unter der Leitung des Verbandsvorsitzenden Hans Schrott wurde an diesem Abend eine Vielzahl einzelner Beträge erörtert. Am wichtigsten dabei waren die des Haushalts für das laufende Jahr. Die einzelnen Posten aus der mehrseitigen Aufstellung nannte der Fensterbacher Gemeindekämmerer Thomas Rambach.

Neben vielen kleineren Summen gibt es auch größere. Zum Beispiel: 54 000 Euro als Arbeitnehmervergütungen, 144 000 Euro Schulmiete an die Gemeinde Fensterbach oder 26 000 Euro für Bewirtschaftungskosten wie Heizung und Strom. "Das", sagte Rambach, "ist deutlich weniger als vor der Schulsanierung."

Neue Computer fällig

Danach lenkte der Kämmerer den Blick auf das kommende Jahr 2016 und ließ in Übereinstimmung mit dem Schulleiter Erich Vier erkennen, dass wohl neue Rechner und PC-Anlagen fällig sind. Dabei sei mit Kosten von 20 000 Euro zu rechnen.

Der Verwaltungsetat des Schulverbands für 2015 schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 260 300 Euro. "242 000 Euro davon sind unser Fehlbetrag", informierte Rambach. Diese Summe müssen die den Verband tragenden beiden Gemeinden über die sogenannte Umlage finanzieren. Ein Vorgang, der sich jährlich wiederholt. Vergleichsweise gering nimmt sich daneben der Vermögenshaushalt aus. Er beschränkt sich auf 2500 Euro. An Rücklagen sind momentan 28 000 Euro vorhanden.

Einstimmig für Haushalt

Die Verbandsräte stimmten geschlossen für die Annahme des Haushaltsentwurfs und die dafür nötige Satzung. Schon zuvor waren sie um ihr Votum gebeten worden, als der Fensterbacher Verbandsrat Dr. Jochen Zaremba das Ergebnis der örtlichen Prüfung für die Jahresrechnung 2013 bekannt gab und daran nichts zu bemängeln hatte. Damit einhergehend wurde der Verbandsvorsitzende Hans Schrott für das Jahr 2013 einstimmig entlastet.

Landratsamt rechnet nach

Das Landratsamt Schwandorf hatte die Jahresrechnungen von 2010 bis 2013 als überörtlich zuständige Institution geprüft. Generell gab es grünes Licht und Zustimmung. In zwei Einzelpunkten aber wurde, wenn man so will, der mahnende Zeigefinger gehoben.

Ein Beispiel: Die Grundschule kaufte Bücher in einer Zahl, für die ihr nach dem Buchpreisbindungsgesetz Rabatte zugestanden hätten. Die sparten sich die Händler offensichtlich. Deshalb mahnt das Landratsamt jetzt an, die Beträge von 207 Euro und von 17,16 Euro bei den Lieferanten zurückzufordern.
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