Hahnenkamm-Elf hat es in der Hand

Das war vor knapp einem Jahr: Der FC Edelsfeld verliert das letzte Spiel daheim gegen die DJK Ursensollen mit 1:2 und muss in die Relegation. Christian Gebhard (links) tröstet FC-Spielertrainer Alexander Heldrich (Zweiter von links). Jetzt droht Edelsfeld erneut die Verlängerung. Bild: ref

Es sieht fast so aus, als ob der SV Freudenberg den lange als Meister gehandelten TuS Rosenberg auf den letzten Metern der Kreisliga Süd noch abfängt. Zwei Punkte Vorsprung hat der neue Tabellenführer Freudenberg, und das Programm am 24. Spieltag spricht nicht gerade für den Ex-Spitzenreiter aus Rosenberg.

Denn die Truppe von Christian Haller und Michael Rudert muss ausgerechnet beim Tabellendritten TuS Kastl antreten. Der schwächelt zwar ein bisschen, aber diese Eigenschaft bringt auch Rosenberg mit. Der Abstieg könnte an diesem Wochenende für die TSG Weiherhammer besiegelt sein, wenn Traßlberg Sieger bleibt und der FC Edelsfeld einen Punkt bei Inter Bergsteig holt.

Inter Bergsteig       FC Edelsfeld
Der FC Edelsfeld möchte den unliebsamen Relegationsplatz mit Loderhof tauschen, für Inter kann ein Sieg den sicheren Klassenerhalt bedeuten - eine Partie mit Endspielcharakter. Damit stehen zwei hochmotivierte Mannschaften auf dem Feld. Das Team um Alexander Heldrich wird ein bissiges Spiel auf den Rasen legen, denn die beiden nächsten Gegner heißen Loderhof und Utzenhofen. Die Männer vom Hahnenkamm haben alles noch selbst in der Hand und werden bis zum Schluss nichts unversucht lassen, dem zwölften Tabellenplatz "Adieu" zu sagen. Inter-Trainer Andreas Scheler plädiert an seine Jungs, den an den letzten Spieltagen gezeigten Willen sowie auch den Kampfgeist beizubehalten. Es wird auf jeden Fall Änderungen im Team geben, denn Waldemar Waschkau wurde gegen die DJK Utzenhofen mit Rot vom Platz gestellt.

TuS Kastl       TuS Rosenberg
(hon) Beide Mannschaften sind seit der Winterpause nicht wieder richtig in Tritt gekommen und schwächeln ein wenig. Zudem mussten am letzten Spieltag beide Mannschaften empfindliche Niederlagen einstecken. Rosenberg verlor zu Hause nicht nur gegen die Germanen klar mit 0:5, sondern auch die Tabellenführung an Freudenberg. Kastl hat mit der 1:4-Pleite beim SSV Paulsdorf die letzte Chance auf den Relegationsplatz zum Aufstieg verspielt. Weil sich beide Teams rehabilitieren wollen, dürfen sich die Fans beider Lager auf ein spannendes Spiel freuen. Aufgrund der Verletzungen - Spielertrainer Thomas Mayer und Torjäger Johannes Kölbl - stehen die Verantwortlichen beim TuS vor der schwierigen Aufgabe die übrigen Spieler so einzustellen, dass sie sich gegen die über weite Strecken der Saison sehr starken Rosenberger noch einmal von der besseren Seite zeigen. Allerdings spricht eben gerade die Personalsituation und die Heimschwäche nicht gerade für die Mennersberg-Elf. Bei der Mannschaft der Gäste um die beiden scheidenden Spielertrainer Christian Haller und Michael Rudert darf man gespannt sein, mit welcher Taktik sie punkten wollen (13.15 Uhr TuS II - SGS Amberg).

SV Loderhof       DJK Utzenhofen
(bt) Für den SV Loderhof/Sulzbach geht es in den verbleibenden Spielen nur noch darum, nicht auf den Relegationsplatz zurück zufallen. Ein erster Schritt auf diesem Weg wäre ein Erfolg gegen die DJK Utzenhofen. Die Gäste befinden sich im Niemandsland. Im Gegensatz zum Gastgeber, der die Punkte dringend braucht, können sie unbeschwert spielen. Es wäre den Zuschauern zu wünschen, dass die Mannschaft des SV Loderhof/Sulzbach den Ernst der Lage erkennt und entsprechend auftritt.

DJK Ursensollen       SV Freudenberg
(mdl) Ein schweres Restprogramm erwartet die DJK noch in den verbleibenden drei Spieltagen. Die kommenden Gegner rangieren in der Tabelle alle vor Ursensollen. Umso wichtiger war es, wieder rechtzeitig zurück zur Form aus der Hinrunde zu finden. Nach zwei Siegen gegen Schmidmühlen und Luhe am vergangenen Doppelspieltag hat man sich endgültig in der vorderen Tabellenhälfte festgesetzt und kann nun befreit in das Saisonfinale gehen. Tabellenführer Freudenberg kommt mit einer beeindruckenden Serie an den Rängberg: In den vergangenen 16 Spielen leistete sich die Neiß-Elf nur eine Niederlage und hat die letzten neun Begegnungen allesamt gewonnen. Fraglich ist, ob es nun ausgerechnet der Elf von Trainer Stefan Steinl gelingt, diese Serie zu brechen.

Spielführer Markus Edenharder und seine Mannen werden sich jedoch nicht kampflos geschlagen geben und wollen den Beweis antreten, auch gegen ein Spitzenteam bestehen zu können. Mit Einsatz- und Laufbereitschaft soll die Freudenberger Offensivreihe mit Florian Neiß und Michael Schlegl im Zaum gehalten werden. So darf man gespannt sein, wo die Punkte landen werden - Rängberg oder Johannisberg.

SVL Traßlberg       FC Luhe-Markt
(ild) Noch drei Spiele, dann ist die Saison 2014/15 Geschichte. Und mit der kann der SVL Traßlberg bisher durchaus zufrieden sein. Die Elf um Spielertrainer Ilker Caliskan legte einen hervorragenden Start in die Rückrunde hin, der ihr den vierten Tabellenplatz mit 39 Punkten auf dem Konto beschert. Einziger Patzer: Die 2:4-Niederlage beim Top-Spiel gegen den TuS Rosenberg am 1. Mai. Der Rückschlag war schnell verdaut, am Sonntag zeigten sich die Traßlberger wieder von ihrer Sieger-Seite und gewannen in Schmidmühlen 4:1. Jetzt erwartet der SVL den FC Luhe-Markt - das Schlusslicht.

TSG Weiherhammer       SSV Paulsdorf
"Der Charakter meiner Spieler ist über jeden Zweifel erhaben", lobt TSG-Coach Tobias Heinl seine Mannschaft. "Natürlich wissen wir, dass wir uns für die vielen Unentschieden nichts kaufen können. Aber wir können damit leben." Gegen den Tabellenachten aus Paulsdorf soll der zweite Heimsieg eingefahren werden.

Germania Amberg       SV Schmidmühlen
(tre) Die Gäste sind nach der Winterpause arg gebeutelt vom Verletzungspech und konnten erst einen Sieg landen. Dem stehen fünf Niederlagen, zuletzt drei in Folge, gegenüber. Deshalb rangiert Schmidmühlen nun nur knapp über der Gefahrenzone und benötigt rechnerisch noch drei Punkte, um völlig sicher zu sein. Wesentlich besser sind die Vorzeichen bei den Hausherren, die mit einem Zwischenspurt die rettende Zone bereits erreicht haben und mit derzeit Platz sieben absolut im Soll liegen. Am vergangenen Wochenende glänzte die Truppe von Trainer Thomas Ficarra mit einem in dieser Höhe nie erwarteten Auswärtssieg beim Tabellenführer TuS Rosenberg. Vor allem die Art und Weise, wie dieser Erfolg zustande kam, macht Hoffnung auf eine gute Schlussphase der Saison.

Wenn die Truppe nur annähernd an die Form vom Vorsonntag anknüpfen kann, ist ein erneuter Dreier möglich, zumal Trainer Ficarra voraussichtlich seine derzeit stärkste Aufstellung aufbieten kann.
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