HAK und Jagdverband eröffnen Sonderausstellung - Wildarten das Überleben sichern
Jagd ins rechte Licht rücken

Auch über den Schutz gefährdeter Tierarten durch die Jäger informiert die Ausstellung des Kemnather Museums im Meisterhaus. Bild: bjp
Kemnath. (bjp) Über reiche "Beute" freuten sich der Heimatkundliche Arbeits- und Förderkreis (HAK) und der Jagdverband Kemnath: Mehr als 50 Gäste kamen zur Eröffnung der Sonderschau "Die Jagd im Wandel der Zeiten" des Heimat- und Handfeuerwaffenmuseums.

In der nachhaltigen Hege und Pflege des Wildes und der Natur, in der "wildfreundlichen Gestaltung der Reviere" wie auch in der Vermeidung von Wildschäden lägen Sinn und Ziel des Jagdwesens, betonte HAK-Vorsitzender Hans Rösch. "Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand." Die Ausstellung solle dazu ermuntern, "dass wir gemeinsam für die Natur und damit auch für die Jagd eintreten". Nicht zuletzt solle sie zu einer besseren Kenntnis der Wildtiere beitragen, insbesondere der "großen Jagdtierarten" Luchs, Bär und Wolf, über die noch immer viele Missverständnisse in Umlauf seien. Zu Angst vor diesen zeitweilig aus Ostbayern vertriebenen "Rückkehrern" bestehe kein Anlass, mahnte der pensionierte Forstbeamte: "Behandeln wir sie artgerecht, dann werden wir auch keine großen Probleme bekommen."

Zu den Museumsöffnungstagen werde stets ein Jäger für Fragen anwesend sein. Auch biete das Museumsteam Führungen für Schulklassen an. Ein Schwerpunkt der Schau ist die Präsentation "Unsere wilden Hühner - bunt, balzend, bodenständig" der Wildlandstiftung des Bayerischen Jagdverbands. Rund um Kemnath sind Rebhühner, Fasane, Wachteln und andere Wildhuhnarten laut Rösch selten geworden oder ausgestorben. Seit 2003 versuchten der Jagdverband und andere Institutionen, mit dem "Rebhuhnprogramm Kemnather Land" dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Die elementare Bedeutung des Jagdwesens unterstrich auch der Vorsitzende des Jagdverbands Kemnath, Dr. Wolfgang Schinner: "Jagd prägte Kultur, Sozialordnung, Sprache, Musik und Kunst. Selbst Mythos und Religion erscheinen zuerst im Umkreis jagdlicher Betätigung. Denn eine erfolgreiche Jagd war die Voraussetzung für das Überleben." Mit fortschreitender Zivilisation seien "Schonung und Pflege" hinzugekommen und das einstige "Recht des freien Tierfangs" reglementiert worden.

Die Eröffnung rundeten Jagdhornmusik der Kaibitzer Schlossbläser sowie ein Kuchenbüfett im "Meisterhaus" ab. (Bericht folgt)
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