Hammermäßig kurze Bauzeit

Die geladenen Ehrengäste lauschten dem traditionellem Richtspruch für das künftige Haus Rosenau der Regens-Wagner-Stiftung. Bilder: wku (2)

Die Augen der Gäste schauten gen Himmel, als Zimmerer Herbert Kohl den traditionellen Spruch verkündete. Der Grund war nicht der Blick zum Wetter, sondern die Regens-Wagner-Stiftung feierte das Richtfest ihres neuen Hauses Rosenau in Königstein.

Kohl dankte vielen Personen, die am Projekt Haus Rosenau bisher beteiligt waren. Ganz oben stand natürlich die Regens-Wagner-Stiftung Michelfeld mit Gesamtleiter Peter Miltenberger, seiner Stellvertreterin Doris Frohnhöfer und Bereichsleiter Bernd Weschenfelder. Ein Lob widmete er Architekt Urban Meiller, ebenso der Marktgemeinde Königstein mit Bürgermeister Hans Koch an der Spitze und sonstigen Behörden.

Lob für die Handwerker

Respekt galt den Handwerkern, die den Bau in Rekordzeit erstellt haben, "so dass wir nur noch die Dächer zimmern mussten." Der Richtschmaus mit Leberkäs, Kartoffelsalat und Getränken schloss sich an. Mit einer Überraschung wartete Bernd Weschenfelder aus Altdorf auf: Er präsentierte den druckfrischen Prospekt von Haus Rosenau. Dort sind all die Angebote erwähnt, die die künftige Einrichtung in Königstein bietet.

Nicht nur damit war Peter Miltenberger zufrieden, sondern auch mit dem Eindruck, den der Rohbau jetzt schon bietet. Der Bau sei ein Gewinn für Königstein, denn er füge sich am Fuß des Ossinger gut in das Landschaftsbild ein, meinte Miltenberger. Auch dankte er dem Markt Königstein für die Überlassung dieses Grundstücks und die Unterstützung. Nächstes Jahr sei das Haus fertig und dann würden dort Menschen mit verschiedenen Behinderungen "in bestem Umfeld" untergebracht.

Bürgermeister Hans Koch freute sich darüber, dass es die Marktwerke Königstein durch den Einsatz von Fachfirmen rechtzeitig schaffen werden, das Haus Rosenau über das Hackschnitzelwerk mit Wärme zu versorgen. "Das kann schon am 1. November erfolgen, sofern gewünscht", meinte der Bürgermeister. Wichtig sei ihm aber auch, dass hier viele neue versicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen werden, die letztlich zu mehr Steuereinnahmen führen. Auch der örtliche Handel profitiere von diesem Haus.

Unter der Überschrift "der beste Anker ist das Haus, denn im Wohnen ist jeder Mensch verankert", wird im neuen Werbefaltblatt darauf verwiesen, dass ab Sommer nächsten Jahres in Königstein den individuellen Wohnbedürfnissen von Menschen Rechnung getragen werde, die behindert sind. Bei geistig behinderten Personen sei auch eine sogenannte beschützende Wohnform möglich. Sozial- und Therapieräume und ein Werkraum stehen zur Verfügung, so dass vor allem Förderung und adäquates pädagogisches Arbeiten möglich seien, heißt es im Flyer weiter. Dazu bedürfe es jedoch Fachpersonal, das auch bereit sei, Angehörige in Krisensituationen zu betreuen.
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