Hand anlegen an scharfe Kurven

Der Vorabzug der Planungen zeigt den vorgesehenen Ausbau der Staatsstraße 2399 zwischen Raigering-Büchsenham und Lintach im Abschnitt kurz vor der Ortschaft Lintach. Im Zuge der Maßnahme soll auch ein Regenrückhaltebecken (blaues Objekt) für das Dorf errichtet werden. Repro: sche

Es war bereits ein Sorgenkind des früheren Bürgermeister Norbert Probst, doch nun zeichnet sich eine Lösung ab: Unter Mitwirkung der Gemeinde bei den nötigen Grundstücksverhandlungen soll die Basis geschaffen werden, um 2016/17 den Ausbau der Staatsstraße 2399 zwischen Amberg (Büchsenham) und Lintach zu realisieren.

(sche) Ein positives Ergebnis brachte die Gesprächsrunde im Rathaus, an der Landtagsabgeordneter Harald Schwartz, CSU-Mandatsträger aus Freudenberg und Lintach sowie Leitender Baudirektor Henner Wasmuth und Bauoberrat Stefan Noll vom Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach teilnahmen.

In Erwartung dessen, dass bald mit den Erhaltungsmaßnahmen an diesem Streckenabschnitt begonnen werden könnte, verfolgten die Teilnehmer die Ausführungen Wasmuths. Dieser zeigte Verständnis für die Hinweise auf die seit Jahren bestehende unerträgliche Situation, verwies aber auch auf die finanzielle und personelle Gesamtsituation seiner Behörde.

Zusätzliche Fördergelder

Erfreut zeigte er sich, dass der Landtag zusätzliche Fördergelder für die Strukturmaßnahmen beschlossen habe. So liege bereits für einen weiteren Streckenabschnitt der Staatsstraße Wutschdorf in Richtung Hainstetten mit einem Kostenvolumen von rund dreieinhalb Millionen Euro ein bestandskräftiger Baubeschluss auf dem Tisch. "Zusammen mit dem gleichzeitigen Bau eines Bürgersteigs für den Gemeindeteil Wutschdorf sicherlich eine Verbesserung der dort herrschenden gefährlichen Verkehrssituation", meinte Wasmuth.

Eine rege Diskussion entwickelte sich, als Abteilungsleiter Stefan Noll die Pläne für den Ausbau der etwa 2,5 Kilometer langen Strecke zwischen Lintach und Raigering-Büchsenham präsentierte. Diese Route soll mit einer Fahrbahnbreite von 6,50 Meter kurvenentschärfend überwiegend auf der alten Trasse führen. Theoretisch wäre eine Unterteilung in drei Bauabschnitte möglich, wirtschaftlich gesehen der Bau in einem Zuge sinnvoll.

Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 2,5 bis 3 Millionen Euro. Nachdem dem Amt seit 14 Tagen die Planung vorliegt, könnte man in die Grundstücksverhandlungen einsteigen. Befürchtungen von Henner Wasmuth, dass es wegen der Grundstücksverhandlungen zu weiteren zeitlichen Verzögerungen kommen könnte, wollte 2. Bürgermeister Franz Weiß nicht zustimmen. Bürgermeister Alwin Märkl erklärte sich bereit, dass die Gemeinde den Grunderwerb begleiten werde. Gehe dieser für einen noch zu bestimmenden Bauabschnitt heuer über die Bühne, brachten die Vertreter des Bauamtes einen möglichen Startschuss für die Jahre 2016/17 ins Gespräch.

Gemeinde informiert

Auf Einladung der Gemeinde soll nun baldmöglichst eine Informationsveranstaltung für die betroffenen Grundstückseigentümer und deren Pächter stattfinden, bei der darüber informiert wird.
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