Handball Abwehr wie ein Schweizer Käse

Amberg. (zyz) Die HG Amberg verlor am Samstagabend gegen die TS Herzogenaurach das Spiel der Tabellennachbarn in der Bezirksoberliga, obwohl das Team aus der Vilsstadt hoch motiviert in das letzte Heimspiel des Jahres ging und dem Favoriten die beiden Punkte abnehmen wollte.

Aber zum Leidwesen der Amberger traten die Mittelfranken so auf, wie es HG-Coach Roland Schmid schon vor der Saison erwartet hatte: Die TS zeigte eine überragende Leistung in puncto Abwehr und schnellem Angriffsspiel und präsentierte sich - nach einem angesichts der personellen Möglichkeiten katastrophalen Start in die Runde - bärenstark.

Titelanwärter

"In dieser Verfassung ist die TS Herzogenaurach wieder ein Anwärter auf den Titel. Wir haben erstmalig in dieser Saison verloren, ohne den Hauch einer Chance zu haben. Solche Spiele muss man hinnehmen, abhaken und weiter machen", analysierte Schmid nach der einseitigen Partie.

Gefahr durch "Troja"

Die Oberpfälzer gerieten schon nach der anfänglichen Abtastphase und dem 3:4-Zwischenstand unter Druck. Geburtstagskind Daniel "Troja" Wagner war an diesem Tag die einzige Gefahr aus dem Rückraum und so mussten die Gastgeber sich jeden Torwurf hart erkämpfen. Die Gäste zeigten von Spielbeginn an, was ihr Ziel war - nämlich zwei Punkte aus Amberg zu entführen. Mit Philipp Wolff im linken Rückraum und Ingo Kundmüller im rechten Rückraum waren die Kanoniere schnell ausgemacht. Die gefährlichen Schützen brachten dazu aber auch noch ihre Nebenleute in gute Wurfpositionen und so waren die 17 Gegentore zur Pause eine logische Konsequenz.

Fleisch bringt's nicht

"Meine Mannschaft hat wirklich alles versucht. Der Geist war willig, aber das Fleisch hat es an diesem Tag einfach nicht gebracht", konstatierte Schmid. Die Abwehr war, im Gegensatz zu den letzten Spielen, kein Verbund und glich laut dem Übungsleiter "phasenweise einem Schweizer Käse".

Viel Pech

Wenn man kein Glück hat, dann kommt meist auch noch Pech hinzu: Pfostentreffer der Gäste prallten dem Torhüter an den Rücken und gingen ins Tor. Auf der Gegenseite sprangen diese Bälle wieder ins Feld zurück und zwar immer zu einem TS-Abwehrspieler, der dann sofort einen Gegenstoß einleiten oder selbst abschließen konnte.

Blick nach vorne

Alles lief für Herzogenaurach, die sich am Ende über einen deutlichen 37:26-Auswärtssieg freuen durften. "Wir haben an diesem Tag unseren Meister gefunden. Die Mannschaft wird daraus lernen und im nächsten Spiel beim Tabellenletzten SV Buckenhofen alles daran setzen, wieder zu punkten", ging Schmids Blick bereits wieder nach vorne. Man darf sich hier nicht entmutigen lassen. Das Team ist intakt, die Moral stimmt und somit sollte man mit erhobenen Haupt zum Vorrundenabschluss am Sonntag nach Forchheim fahren.

Kleines Pflaster

Ein kleines Trostpflaster war, dass die Konkurrenten allesamt ebenfalls nicht punkten konnten.

HG Amberg: Tor: Feldbauer, Beyer Feld: Wagner (7), Hirsch (6/3), Strasser (4), Andersch (3), Cardis, Lulla (je 2), Gschrei, Turner (je 1), Streber, Sammet, Pömsl.
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