Handball Bayernliga: SV 08 Auerbach überrollt HC Erlangen II in dessen Halle mit 33:17 - Zwei ...
Ein Ergebnis, mit dem keiner gerechnet hat

Nach zwei Halbzeiten, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, feierten die Bayernliga-Handballer des SV 08 Auerbach ihren fünften Sieg im fünften Spiel. Trotz eines 15:13-Vorsprungs zur Pause musste sich die Reserve des HC Erlangen am Ende in eigener Halle deutlich mit 17:33 geschlagen geben. Die Gäste aus der Oberpfalz verteidigten mit diesem Sieg nicht nur die Tabellenführung, sondern bauten ihren Torvorsprung gegenüber der ebenfalls verlustpunktfreien DJK Waldbüttelbrunn noch einmal leicht aus.

Überraschend wenig Zuschauer hatten am Samstag den Weg in die Karl-Heinz-Hiersemann- Halle gefunden. Nur etwa 150 Interessierte wollten das Derby zwischen der Reserve des Bundesligisten HC Erlangen und dem Drittligaabsteiger SV 08 Auerbach sehen. Dass davon alleine fast 90 Zuschauer zu den Blau-Weißen hielten und von der ersten Minute an lautstark für Heimspielstimmung sorgten, zeigte wieder einmal eindrücklich, wie loyal die SV-08-Fans zu ihrem Team stehen. Egal ob die Spieler ursprünglich aus Auerbach, Simbach, Pfarrkirchen, Coburg, Sulzbach oder Herrsching stammen, wer das blau-weiße Trikot überstreift gehört zur Familie und wird unterstützt.

In der Anfangsphase, in der beide Teams zeigten, dass sie sich von mehreren Testspielen bereits gut kennen, entwickelte sich schnell ein abwechslungsreiches Spiel mit gleichermaßen Chancen wie Fehlern. Pfostenwürfe und technische Patzer auf beiden Seiten verhinderten den Torerfolg. Maximilian Lux erzielte mit seinem ersten von insgesamt elf Treffern das erste Tor der Partie per Strafwurf. Trotz einiger guter Paraden des deutlich verbesserten Philipp Walzik gelang es den Gästen nicht, eine Drei-Tore-Führung (5:8) zu halten. Zu ideenlos agierte man im Angriff, überließ zu oft dem Gegner den Ball und brachte sich zusehends in Schwierigkeiten.

Erlangen glich aus und übernahm nach 26 Minuten sogar selbst die Führung (12:11). Hätte nicht der an diesem Tag glänzend aufgelegte Matthias Müller bereits in dieser ersten Hälfte zwei Strafwürfe entschärft, die Führung der Gastgeber wäre zur Pause noch deutlicher ausgefallen.

"Es wurde nicht viel geredet in der Kabine", sagte Felix Müller. "Es hieß: Wir sind noch immer im grünen Bereich und wenn jeder von uns noch ein Scheit nachlegen würde, wäre noch alles drin." Zunächst landete kurz nach Wiederbeginn ein weiterer Strafwurf der Gastgeber an der Latte und selbst als in der 34. Minute Matthias Müller seinen dritten Siebenmeter hielt, konnte noch niemand ahnen, was in den folgenden Minuten passieren würde. "Wir hatten uns vorgenommen, möglichst wenig Gegenstoßtore zu bekommen", meinte Erlangens Trainer Roland Wunder später. Auerbach glich aus zum 15:15, Auerbach eroberte Bälle, Auerbach überrollte die Hausherren förmlich und warf Tore im Minutentakt. Als Matthias Müller in der 50. Minute erneut einen Strafwurf abwehrte, war das Spiel längst entschieden, hatten die Gastgeber seit dem Pausenpfiff noch immer kein Tor erzielt. Erst in der 57. Minute gelang der inzwischen völlig verunsicherten Heimmannschaft wieder ein Treffer. Am Ende leuchtete ein Ergebnis von der Anzeigentafel, das nach dem Verlauf der ersten Hälfte keiner der Anwesenden erwartet hätte.

SV 08 Auerbach: Walzik, M. Müller, Tannenberger, Lux (11/6), Schnödt, Wannenmacher (1), Herold, Schmidtke (4), Schramm (8), F. Müller (4), Wolf (2), Schöttner (3).
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