Handball

Niederlage in

letzter Sekunde

Schwandorf. "Wenn man kein Glück hat, kommt meistens auch noch Pech dazu", so könnte man die äußerst knappe Heimniederlage der HSG Naabtal gegen den ATSV Kelheim kurz beschreiben. Buchstäblich in letzter Sekunde nach zwei hintereinander vergebenen eigenen Großchancen kassierten die Herren der HSG Naabtal durch einen Konter das entscheidende Tor zum 29:30 Endstand. Mann des Tages war Kelheims Torhüter Rappl, der reihenweise hundertprozentige Torchancen der Naabtaler zunichte machte und fünf Sekunden vor Schluss den entscheidenden Pass gab. Wieder einmal vergaben die Naabtaler eine Zwei-Tore-Führung in den letzten zwei Spielminuten.

Nach anfänglichem Abtasten konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Bis zum 8:8 legte Kelheim ein Tor vor, Naabtal zog gleich. Dann legte der Gast einen Zwischenspurt zum 8:11 ein. Diese Drei-Tore-Führung baute Kelheim bis zur Pause auf 14:18 aus. Nach einer Umstellung kam die HSG gleich zu Beginn der zweiten Hälfte auf 18:19 heran. Jedoch dauerte es bis zehn Minuten vor Schluss, bis sie wieder zum 25:25 gleichzogen und sogar mit 27:25 in Führung gehen konnten.

Allerdings bewiesen die Niederbayern unbändigen Siegeswillen und gingen 90 Sekunden vor Ende wieder in Führung. Als Naabtal dann 50 Sekunden vor der Schlusssirene beim Stand von 29:29 den Ball hatte, schien zumindest ein Unentschieden sicher. Jedoch hatte an diesem Tag der Kelheimer Torhüter was dagegen und so kam es zum unglücklichen Ende.

HSG-Tore: Frankerl 9/4, Schmid 3, N. Deml 3, Moritz 3, Brolich, Fuchs, C. Deml, Kreuzer je 2, Görner 2/2, Strasser 1.

Mit 24:18 gewannen dagegen die HSG-Damen ihr Heimspiel gegen das Schlusslicht aus Nabburg/Schwarzenfeld. Nach fast dreiwöchiger Trainingspause präsentierte sich das Naabtaler-Team entsprechend unsicher. Keine Mannschaft konnte durch erkennbar einstudierte Handlungen Akzente setzen, so wurde entweder durch Einzelaktionen oder in der Kleingruppe immer wieder der Abschluss gesucht. Auch in der zweiten Halbzeit plätscherte das Spiel auf schwachem Bezirksliga-Niveau weiter, wobei die Spielgemeinschaft aus Städtedreieck/Schwandorf im Angriff die zwingenderen Aktionen hatte und auch am Ende den ungefährdeten Pflichtsieg locker heimschaukelte. Das nüchterne Ergebnis von 24:18 sollte aber nicht überbewertet werden.

Eine schwache Heimvorstellung lieferten die Mädchen der JHG Städtedreieck/Schwandorf beim 26:35 (9:14) gegen den HC Forchheim ab. Die Vorgaben wurden zu träge umgesetzt und oder man scheiterte frei stehend vor dem gegnerischen Tor. Der Pausenstand von 9:14 war noch schmeichelhaft, denn einzig Torfrau Annika Senger zeigte sich in der ersten Hälfte landesligatauglich. Auch eine intensive Pausenansprache zeigte wenig Wirkung. Zwar war die HSG jetzt im Angriff zielstrebiger, doch passierte dies auf Kosten der Abwehrarbeit.

Da nächste Woche gleich zwei Partien zu absolvieren sind, kann man den verlorenen Punkten nicht lange nachtrauern und muss sich voll auf die Aufgaben konzentrieren. Aber wenigstens kann es eigentlich nur nach oben gehen.
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