Handball: SV 08 Auerbach muss an den Main
Gegen Lohr und 500 Zuschauer

Der siebte Spieltag führt die Handballer des SV 08 Auerbach erstmals in dieser Bayernliga-Saison nach Unterfranken. Erwartet werden die Oberpfälzer vom TSV Lohr, einem der Veteranen im bayerischen Handball. Von Vielen im Vorfeld zum Kreis der Favoriten gezählt, belegt das neu formierte Team derzeit lediglich Platz 12 und trennte sich deshalb vergangene Woche überraschend von Spielertrainer Otto Fetser (34). Anpfiff in der Spessarttor-Halle ist am Samstag, 25. Oktober, um 19.30 Uhr.

Bereits um 14.45 Uhr bricht der Blau-Weiße Tross auf nach Unterfranken. Ziel ist Lohr am Main im Landkreis Main-Spessart. Kaum einer wird einen Gedanken an die ruhmreiche Geschichte des Lohrer Handballs verschwenden, geht es doch scheinbar für die Unterfranken in dieser Runde eher um den Erhalt der Klasse. Nachdem man schon im Vorjahr dem Abstieg nur knapp entging, wurde die Mannschaft deutlich verjüngt. Einige der "alten" und verdienten Recken ließen der Jugend den Vortritt und laufen seither für die zweite Mannschaft auf. Mit vier starken Neuzugängen ging man in die Runde und wurde von nicht wenigen als einer der Favoriten gehandelt. Immerhin blieben Leistungsträger wie der lettische Nationalspieler Janis Gremzde, Torhüter Manuel Prokscha und Linksaußen Andreas Avar dem Team ebenso treu wie die torgefährlichen Rückraumakteure Bohuslav Zelený und Yannik Bardina. Letzterer wurde am Ende der letzten Saison bayernweit zum besten Rückraum-Rechten gewählt. Beide haben in den ersten sechs Partien nicht nur fast die Hälfte aller TSV-Treffer erzielt, sondern gehören auch ligaweit zu den besten Torschützen.

"Es ist kaum zu erklären, warum ein Team mit so vielen guten Handballern und einem Umfeld wie der TSV Lohr solche Probleme hat", warnte Auerbachs Spielertrainer Tobias Wannenmacher davor, die Unterfranken zu unterschätzen. "Zwei Remis, vier Niederlagen und doch nur minus 13 Tore, das spricht für sich. Außer in Waldbüttelbrunn beim 19:26 war jede der Niederlagen äußerst knapp." Dennoch trennte man sich in der Vorwoche überraschend von Spielertrainer Otto Fetser. Der Linkshänder hatte immer wieder seine langjährige Erfahrung aus der 1. und 2. Bundesliga auf der rechten Außenbahn eingebracht, wurde jetzt jedoch für den ausbleibenden Erfolg der Mannschaft verantwortlich gemacht.

Ob die Probleme des TSV jedoch eher in einer gewissen Verletzungsmisere begründet liegen und ob sein Nachfolger Dieter Hess (61) damit besser zurecht kommt, werden die nächsten Spiele zeigen.

"Ich hoffe auf die Reisefreude unseres Publikums, denn in der Spessarttor-Halle spielt man nicht nur gegen das Team auf dem Feld, sondern zusätzlich gegen 500 Zuschauer auf der Tribüne", sagte Wannenmacher.

SV 08 Auerbach: Walzik, M. Müller, Tannenberger, Weiss, Lux, Schnödt, Wannenmacher, Herold, Schmidtke, Schramm, F. Müller, Wolf, Schöttner.
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