Handballer besiegen auch Forchheim und bleiben in der BOL an der Spitze - Umstellung wirkt
Das HSG-System setzt sich durch

Nabburg. (kum) Gegen die individuell stark besetzten Forchheimer zeigte die Handballer der HSG Nabburg/Schwarzenfeld eine beeindruckende Trotzreaktion nach dem unnötigen Punktverlust von Sulzbach. Sie gewannen mit 35:31. Damit hält sich die Mannschaft weiterhin tapfer an der Tabellenspitze der Bezirksoberliga - eine unerwartet gute Platzierung, die sich die Truppe aber redlich verdient hat.

Davon konnten sich auch dieses Mal wieder zahlreiche Zuschauer in der Nabburger Halle überzeugen. Sie bekamen eine interessante Partie zu sehen, die den Erwartungen eines Spitzenspiels durchaus gerecht wurde und das Duell zweier Spielkonzepte bot: Die Gäste probierten vorne viel über Eins-zu-Eins-Situationen und versuchten hinten mit einer offensiven Abwehr Ballgewinne zu provozieren. Die Gastgeber begegneten dieser aggressiven Deckung mit abwechslungsreichen Laufspiel und wählten hinten eine 6:0-Formation.

Ausgleich zur Pause

Der HSG-Ansatz sollte sich am Ende durchsetzen. Doch der erste Durchgang gestaltete sich noch offen, kurzzeitig sogar mit Übergewicht für die Franken: Diese lagen schon mit fünf Toren Vorsprung vorne, ehe die HSG bis zur Pause zum 15:15 ausglich.

Nachdem der Gegner zunehmend müde wirkte und man inzwischen selbst ein gutes Mittel gefunden hat, deren offensive Abwehrformation auszuspielen, konnte Coach Daniel Kessler mit Zuversicht auf die zweite Halbzeit blicken und stellte sein Team entsprechend ein. Hinten stand die HSG sicher und stellte unterschiedliche Abwehrleute im Wechsel gegen die Rückraumleute Hecht/Hallmann.

Auch vorne hielt sie die Forchheimer Abwehr ständig in Bewegung. Matthias Stangl, der zu Saisonbeginn noch durch Blessuren gehandicapt war, und Jaroslav Strejc spielten am Kreis sehr geschickt gegen die offensive Deckung und die Rückraumschützen Kiener/Schießl warteten diszipliniert auf die richtigen Chancen. So zogen die Einheimischen auf 23:18 davon und kontrollierten auch danach die Partie. Obwohl die Gäste noch alles versuchten, spielte die HSG die Partie routiniert zu Ende. Selbst als sich der HC in Überzahl nochmal auf 29:31 herankämpfte, blieb die Spielgemeinschaft Herr im eigenen Haus und sicherte sich einen absolut verdienten 35:31-Sieg.

HSG-Tore: Kiener 8, Blödt 7/2, Schießl 7, Strejc J. 3, Fenchl 2, Gsödl 2, Spiller 2, Held 1, Schanderl 1, Stangl 1
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