Handballer des SV 08 Auerbach gewarnt vor abstiegsgefährdetem TSV Lohr
Unterfranken auf Abschiedstour

Mit dem ersten von nur noch drei Heimspielen starten die Handballer des SV 08 Auerbach ins letzte Viertel der Saison. Gegner des aktuellen Spitzenreiters ist mit dem Tabellen-Zwölften TSV Lohr der Dinosaurier der Handball Bayernliga. Anpfiff in der Helmut-Ott-Halle ist am Samstag, 7. März, um 19 Uhr.

Sechs Spiele stehen noch an. Für die Handballer des SV 08 Auerbach geht es in diesen Partien um die Verteidigung ihrer Spitzenposition und das Erreichen des Saisonzieles. "Das Spiel in Landshut hat gezeigt, dass jeder Gegner versucht, seinen besten Handball gegen uns zu zeigen und dass man uns in unserer derzeitigen Verfassung vor Probleme stellen kann", erklärte Spielertrainer Tobias Wannenmacher.

Damit sprach er die angespannte Personalsituation an, die ihn auch an diesem Samstag wieder zwingen wird, zu improvisieren. Zu der sowieso schon langen Liste an Verletzten gesellte sich unter der Woche auch noch Linkshänder Maximilian Lux (Muskelfaserriss). Mario Schmidtke wird nach seiner Operation am Knie erst in der kommenden Woche wieder am Training teilnehmen können. Da sich auch Philipp Schöttner in Landshut einen schmerzhaften Schlag auf die Achillessehne abgeholt hatte und Ralph Weiss wegen eines Infekts fehlte, wurde das Häuflein der Trainierenden sehr überschaubar. "Mit teilweise nur acht oder neun Spielern bei zwei Torhütern wird es sehr schwer, ein ordentliches Training durchzuführen", erklärte Tobias Wannenmacher.

Auch der TSV Lohr hat seit einiger Zeit mit Problemen zu kämpfen. Wie schon in den Jahren zuvor wurden die Unterfranken vor der Saison von Vielen als einer der Favoriten auf den Titel gehandelt. Mit einer deutlich verjüngten und punktuell extern verstärkten Mannschaft wollte man nach dem im Vorjahr knapp verhinderten Abstieg wieder zu alter Stärke finden und im vorderen Teil der Tabelle landen. Doch die Saison verlief anders. Nach vier Spielen gab's nur zwei Remis gegen Sulzbach und Anzing, nach dem fünften Spieltag trennte man sich von Trainer Otto Fetser und bis zur Winterpause gelangen unter dem neuen Übungsleiter Dieter Hess lediglich zwei Siege gegen die abgeschlagenen Tabellennachbarn Ismaning und Friedberg.

Nachdem Lohr auch in den ersten Partien des Jahres 2015 nicht punkten konnte und inzwischen mit deutlichem Rückstand fast aussichtslos auf einem Abstiegsplatz verharrte, plant man spätestens seit der Niederlage am 17. Spieltag gegen Anzing für die Landesliga. Mit dem Abstieg würde sich nach 26 Jahren Zugehörigkeit und 590 Spielen das Urgestein des bayerischen Handballs aus der höchsten Landes-Spielklasse verabschieden. Aber die Unterfranken treten seither verstärkt mit Nachwuchsspielern an, ein Weg, der offenbar in die richtige Richtung weist. Lohr gewann nach langer Zeit gegen den TSV Unterhaching mit 34:28.

Für die Spieler um Tobias Wannenmacher ist Vorsicht geboten. Besonderes Augenmerk sollte sein Team dabei neben dem schnellen und geschickt agierenden Mittelmann Steffan Meyer und dem Rückraumlinken Bohuslav Zelený (27) auf die rechte Angriffsseite der Unterfranken legen. Yannick Bardina (20) im Rückraum sowie die Außen Benjamin Horn (26) und Gabor Farkas (28) erzielten zusammen mehr als ein Drittel aller bisherigen Lohrer Tore.

"Wir werden auf ein ganz anderes Team als im Hinspiel treffen" erwartet Tobias Wannenmacher. "Unsere Personaldecke wird zwar langsam etwas dünn, ich denke aber, wir werden uns wieder etwas einfallen lassen."

SV 08 Auerbach: Walzik, M. Müller, Tannenberger, Weiss (?), Lux (?), Wannenmacher, Herold, Schramm, F. Müller, Wolf, Schöttner.
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