Handballer des SV 08 Auerbach kassieren deutliche 25:26-Schlappe gegen die HSG Rodgau ...
Die Hessen kennen kein Erbarmen

Eine rote Karte gab es für den Rodgauer Rückraumspieler Michael Weidinger (links) nach dieser unfairen Attacke am Auerbacher Torjäger Felix Müller (rechts). Bild: Ziegler
Mit einer herben Niederlage mussten die Handballer des SV 08 Auerbach die Segel vor der HSG Rodgau Nieder-Roden streichen. Die Oberpfälzer unterlagen nach einer guten ersten Hälfte mit 25:36 (13:14), belegen aber weiter mit 4:8 Punkten Platz 10 der 3. Liga.

Es war ein kleines Häuflein, das am Tag der Deutschen Einheit auf der Bank des SV 08 Auerbach saß. Neben dem Langzeitverletzten Matthias Schnödt fehlte auch Tobias Büttner wegen einer familiären Angelegenheit. Umso kläglicher sah das Häuflein jedoch nach der Partie aus. Hängende Köpfe und konsternierte Gesichter prägten die blau-weiße Seite, während auf der roten Gästeseite ausgelassen ein deutlicher Auswärtssieg gefeiert wurde. "Gegen die muss man sicherlich nicht gewinnen, auch wenn es wieder machbar erschien, aber so sollte man dann doch nicht verlieren", lautete das enttäuschte Fazit von Andreas Wolf. Auch Trainer Tobias Wannenmacher kämpfte noch lange nach dem Spiel mit seinen Emotionen.

Die Gäste gingen zwar nach kurzer Zeit mit 0:1 in Führung, brauchten dafür jedoch mehrere Angriffe. Auch in der Folgezeit brachten sie den SV 08 durch technische Fehler immer wieder in Ballbesitz, die dieser dann jedoch ebenfalls nicht nutzen konnte. So dauerte es bis in die 4. Minute, bis Auerbach in Person von Andreas Wolf den Ausgleich zum 1:1 erzielte, nur um im direkten Gegenzug den erneuten Rückstand hinnehmen zu müssen. Es zeigte sich relativ früh, dass mehrere Spieler der Oberpfälzer nicht ihren besten Tag erwischt hatten. Beide Torhüter fanden während der gesamten 60 Minuten ebenso wenig zu ihrer Normalform wie auch die gesamte Abwehrreihe. Dabei lief es im Offensivbereich sogar noch einigermaßen gut, man ließ sich weder durch einen vergebenen Strafwurf von Maximilian Lux, noch durch den ersten Zwei-Tore-Rückstand (1:3) stärker beeindrucken, und so glich die Wannenmacher-Sieben in der 11. Minute das Spiel wieder aus (5:5). Zur Mitte der ersten Hälfte lag der Gastgeber mit zwei Toren in Front (8:6) und hielt diese Führung mehrere Minuten konstant.

Dann ließen sich die Auerbacher von den teilweise unglücklichen Entscheidungen der Unparteiischen und den dadurch hervorgerufenen Reaktionen auf der Tribüne zu sehr beeindrucken und die "Baggerseepiraten" wieder zurück ins Spiel kommen. Das Spiel kippte kurz vor der Pausensirene. Auerbach spielte wegen einer Strafzeit gegen Ralph Weiss in Unterzahl, als Maximilian Lux zweimal kurz hintereinander von der Rechtsaußenposition scheiterte und die Gäste die Chancen eiskalt zum Ausgleich nutzten. Die zweite Hälfte erwies sich als Konsequenz aus den ersten 30 Minuten. Einerseits versuchten es die Gastgeber viel zu sehr mit der Brechstange, andererseits ließen sie gute Gelegenheiten liegen. Die HSG nutzte jede und kam über schnelle Gegenstöße zu Toren. Ihre etwa 10 mitgereisten Fans hatten Grund, schon zehn Minuten vor Ende des Spiels den Auswärtssieg ihres Teams zu feiern. Auerbach hatte sich bereits aufgegeben.
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